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Bundespräsident Christian Wulff: "Dort, wo wir Menschenrechtsverletzungen erkennen, dürfen wir die Augen nicht verschließen und müssen ihnen entschieden entgegentreten."
Am 10. Dezember wird alljährlich der Internationale Tag der Menschenrechte begangen. Dabei wird der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gedacht, die am 10. Dezember 1948 von der UNO-Generalversammlung verabschiedet wurde. Der diesjährige internationale Tag der Menschenrechte wurde von der UNO unter das Motto gestellt "Verteidiger der Menschenrechte - handeln, um Diskriminierung zu beenden".
Menschenrechte international schützen
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 ist das erste Dokument mit universellem Charakter, das von einer internationalen Organisation verabschiedet wurde und detailliert die Menschenrechte und die grundlegenden Freiheiten auflistet. Die Erklärung verhalf der Idee, dass die Menschenrechte keine rein nationale Angelegenheit, sondern international zu schützen sind, zum Durchbruch und war somit Ausgangspunkt für über 60 internationale Menschenrechtsübereinkommen, welche heute den internationalen Standard des Menschenrechtsschutzes darstellen.
Der Grundsatz der Nicht-Diskriminierung nimmt in allen diesen Übereinkommen einen zentralen Stellenwert ein, verpflichten sich die Vertragsstaaten doch jeweils, die Menschenrechte ohne Diskriminierung hinsichtlich der Rasse, der Hautfarbe, des Geschlechts, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen oder sozialen Herkunft, des Vermögens, der Geburt, der sexuellen Orientierung, einer Behinderung oder des sonstigen Status zu gewähren.
Solidarität für all diejenigen, die nicht selbst für ihre Rechte eintreten können
Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte erklärte Bundespräsident Christian Wulff, Dank und Anerkennung gelte "den vielen Landsleuten, die sich nachdrücklich und in unterschiedlichster Weise für den Schutz der Menschenrechte engagieren. Sie setzen ein wichtiges Zeichen der Solidarität für all diejenigen, die nicht selbst für ihre Rechte eintreten können."
Wulff betonte: "Noch immer werden in vielen Teilen der Welt die Menschenrechte missachtet, ist der Schutz der Menschenwürde nicht gesichert. Menschen können sich nicht frei äußern oder ihre Religion ausüben, sie werden gefoltert und erniedrigt. Dort, wo wir Menschenrechtsverletzungen erkennen, dürfen wir deshalb die Augen nicht verschließen und müssen ihnen entschieden entgegentreten. Auch unterschiedliche Traditionen und Kulturen dürfen kein Grund sein, Menschenrechte infrage zu stellen."
Der Präsident fügte hinzu: "Auch in Deutschland müssen wir alles tun, etwa um ausländische Mitbürger besser zu integrieren, Behinderte zu schützen, die Gleichberechtigung von Frauen zu fördern, Chancengleichheit für alle Kinder herzustellen und dem Dialog von Juden, Christen und Moslems neue Impulse zu geben."
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