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09. August 2018

Iran: Verfolgung von regimekritischen Lehrern nimmt zu

Mit willkürlichen Inhaftierungen und Bestrafungen versucht das Teheraner Regime, den Einsatz von Lehrern für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit zu verhindern.

Nach Angaben von Menschenrechtlern nimmt im Iran die Verfolgung von Lehrern, die sich für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit einsetzen, zu. Davon sind insbesondere Lehrer betroffen, die sich in unabhängigen Lehrergewerkschaften engagieren. Das Teheraner Regime erkennt keine unabhängigen Gewerkschaften an und verfolgt ihre Mitglieder. Hier Beispiele:

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Mohammad Habibi (Bild), der dem Vorstand der Teheraner Lehrergewerkschaft angehört, wurde Anfang August 2018 von einem Revolutionsgericht in Teheran wegen seines Einsatzes für soziale Gerechtigkeit zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt. Er ist seit dem 10. Mai in der Strafanstalt des Bezirks Groß-Teheran inhaftiert. Der Berufsschullehrer wurde am 3. März in seiner Schule vor den Augen seiner Schüler von Regime-Polizisten misshandelt und verhaftet. Er wurde dann im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert und nach einigen Wochen vorläufig freigelassen. Am 10. Mai wurde er wieder verhaftet, als er in Teheran zusammen mit anderen Lehrern an einer friedlichen Protestdemonstration teilnahm. Nach Angaben seiner Familie leidet Mohammad Habibi an massiven Nierenbeschwerden und muss dringend außerhalb des Gefängnisses medizinisch versorgt werden. Dies wird jedoch von der Gefängnisleitung nicht genehmigt.

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Der Lehrer Mahmud Beheschti-Langarudi (Bild), ehemaliger Sprecher der Lehrergewerkschaft für die Region Teheran, ist seit September 2017 aufgrund seiner Gewerkschaftsarbeit im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert. Er wurde in Gerichtsprozessen, die nur wenige Minuten dauerten, zu insgesamt fünf Jahren Haft verurteilt. Er hat schon mehrmals mit Hungerstreiks gegen seine unrechtmäßige Gefangenschaft und die Misshandlung anderer politischer Gefangener protestiert.

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Der 35-jährige Lehrer Rouhollah Mardani (Bild) ist seit dem 17. Februar 2018 im Teheraner Evin-Gefängnis in Haft. Anfang Juli wurde der Lehrer zu sechs Jahren Gefängnisstrafe verurteilt, weil er im Januar an friedlichen Bürgerprotesten gegen das Regime teilgenommen hatte. Auch Ruhollah Mardani, der als Lehrer und pädagogischer Berater an verschiedenen Gymnasien tätig war, hat mit mehreren Hungerstreiks gegen seine unrechtmäßige Gefangenschaft protestiert. Sein Gesundheitszustand hat sich erheblich verschlechtert, dennoch wird ihm die notwendige Krankenhausbehandlung verweigert.

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Am 25. Juli 2018 wurde in der südiranischen Stadt Bushehr der Lehrer Mohammad Sani (Bild) zu zwei Jahren Haft und 74 Peitschenhieben verurteilt. Die Regime-Justiz wirft ihm „Gefährdung der Staatssicherheit“ vor, weil er im Jahre 2015 an friedlichen Protestkundgebungen von Lehrern teilgenommen hat.

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Im Iran protestieren Lehrerinnen und Lehrer immer wieder für die Freilassung ihrer inhaftierten Kollegen.

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15. Oktober 2018

Iran: Inhaftiertem Lehrer wird medizinische Hilfe verweigert

Der Berufsschullehrer Mohammad Habibi wurde in Teheran wegen seines menschenrechtlichen Engagements zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt. Amnesty International fordert, dass er freigelassen wird und umgehend die fachärztliche Behandlung erhält, die er dringend benötigt.

12. Oktober 2018

UN-Menschenrechtskommissarin verurteilt Hinrichtung im Iran

Michelle Bachelet äußerte sich tief bestürzt über die Hinrichtung der jungen Iranerin Zeinab Sekaanvand, die als Minderjährige zum Tode verurteilt worden war. Das Teheraner Regime missachtet und verletzt mit seiner Hinrichtungspraxis die international gültigen Rechte von Kindern.

10. Oktober 2018

Welttag gegen die Todesstrafe 2018: Schluss mit den Hinrichtungen im Iran!

Die Todesstrafe ist eine grausame und unmenschliche Strafe, die gegen das Grundrecht des Menschen auf Leben und Würde verstößt. Wir setzen uns für den sofortigen Hinrichtungsstopp und die Abschaffung der Todesstrafe im Iran ein.


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