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Größte Protestdemonstrationen gegen das Regime seit einem Jahr in mehreren iranischen Städten
In mehreren Städten Irans sind am 14. Februar Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um für Freiheit und Demokratie zu demonstrieren. Wie zahlreiche ins Internet gestellte Videos zeigen, versammelten sich in Teheran tausende Demonstranten in Gruppen nahe des Azadi-Platzes im Westen des Zentrums. Die Menge skandierte "Nieder mit dem Diktator". Bei den Protesten handelte es sich um die größten Demonstrationen gegen das Regime seit einem Jahr.
Die Regimetruppen gingen mit äußerster Härte vor, um die Demonstrationen aufzulösen. Dabei wurde mindestens ein Demonstrant getötet, zahlreiche andere wurden verletzt, mehrere wurden mit Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Hunderte Demonstranten wurden verhaftet. Augenzeugenberichten zufolge setzte die Polizei in Teheran Schlagstöcke und Tränengas ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben.

Regimemilizen gingen auf Motorrädern gegen die Demonstranten vor, die Mülltonnen in Brand steckten, um sich gegen das Tränengas zu schützen. In der Stadt Isfahan kam es nach Agenturmeldungen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Regimemilizen und Demonstranten.
Zahlreiche Regimepolizisten in Kampfausrüstung waren an den zentralen Plätzen Teherans stationiert. Zudem wurde in einigen Stadtteilen das Mobilfunknetz abgeschaltet, um die Kommunikation möglicher Demonstranten zu verhindern. Ausländischen Journalisten wurde von der staatlichen Zensurbehörde verboten, über die Proteste zu berichten.

US-Außenministerin Hillary Clinton rief Irans Regierung am 14. Februar zur Öffnung auf. Sie wünsche "der Opposition und den mutigen Menschen auf den Straßen überall im Iran dieselben Möglichkeiten", wie die Ägypter sie sich erkämpft hätten. "Wir denken, dass es ein Bekenntnis zur Öffnung des politischen Systems im Iran geben muss, um die Stimmen der Opposition und der Zivilgesellschaft zu hören."
nach Presseberichten
Fünf Frauen unter den Hinrichtungsopfern - Menschenrechtler fordern wirksame Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft, um die Hinrichtungswelle im Iran zu stoppen.
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