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08. Dezember 2018

Bildungsinternationale ruft zum Einsatz für verhaftete Lehrer im Iran auf

Der Lehrer-Gewerkschaftsbund Bildungsinternationale macht darauf aufmerksam, dass Lehrkräfte im Iran nach friedlichen Protesten und Streiks zunehmend Opfer von Repressalien und Verfolgungsmaßnahmen werden.

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Der Lehrer-Gewerkschaftsbund Bildungsinternationale (Education International), dem Bildungsgewerkschaften aus der ganzen Welt angehören, hat am 4. Dezember die Freilassung aller Lehrerinnen und Lehrer gefordert, die im Iran wegen ihres gewerkschaftlichen und menschenrechtlichen Engagements inhaftiert sind.

Die Bildungsinternationale ruft zum weltweiten Einsatz für die Lehrkräfte im Iran auf, die nach friedlichen Protesten und Streiks zunehmend Opfer von Repressalien und Verfolgungsmaßnahmen werden. Allein nach einem zweitägigen Streik am 13. und 14. November seien mindestens 15 Lehrerinnen und Lehrer verhaftet und viele weitere zu Verhören vorgeladen worden.

Im November haben Lehrerinnen und Lehrer in über 40 iranischen Städten mit Arbeitsniederlegungen für soziale Gerechtigkeit und Meinungsfreiheit protestiert. Dies war der dritte landesweite Lehrer-Protest, nachdem bereits im Mai und Oktober 2018 in vielen iranischen Schulen Streiks und Protestkundgebungen stattgefunden hatten.

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Die streikenden Lehrkräfte weigerten sich, in den Unterricht zu gehen, und versammelten sich in den Schulen, um für angemessene Gehälter und gegen Unterdrückung, Meinungskontrolle und Diskriminierung in iranischen Bildungseinrichtungen zu protestieren. Sie warfen dem Teheraner Regime Machtmissbrauch, Inkompetenz und Korruption vor und forderten die Freilassung von inhaftierten Kollegen.

David Edwards, der Generalsekretär der Bildungsinternationale, hat die anhaltenden Unterdrückungsmaßnahmen gegen friedlich protestierende Lehrer in vielen iranischen Städten verurteilt und die sofortige und bedingungslose Freilassung der Inhaftierten gefordert. Das Regime im Iran müsse gemäß seinen internationalen Verpflichtungen die Rechte seiner Bürger respektieren.

Bereits zuvor hatte die Bildungsinternationale die Freilassung des Lehrers Mohammad Habibi gefordert und zu weltweiter Solidarität mit den im Iran inhaftierten Lehrern und Gewerkschaftern aufgerufen.

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Der Berufsschullehrer Mohammad Habibi (Bild), der dem Vorstand der Teheraner Lehrergewerkschaft angehört, wurde im August 2018 von einem Revolutionsgericht in Teheran wegen seines Engagements für soziale Gerechtigkeit und Bürgerrechte zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt. Der im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftierte Lehrer befindet sich in schlechter gesundheitlicher Verfassung. Ihm wird die dringend notwendige medizinische Hilfe verweigert.

Die Bildungsinternationale ist die weltgrößte Gewerkschaftsdachorganisation und repräsentiert 30 Millionen Bildungsbeschäftigte aus mehr als 400 Organisationen in über 170 Ländern und Hoheitsgebieten weltweit. Sie repräsentiert Lehrkräfte und andere Beschäftigte im Bildungsbereich.

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