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Mit einer Eilaktion setzt sich Amnesty International für die Freilassung der sechs Geiseln ein, die bei dem Angriff auf das Lager Ashraf im Irak verschleppt wurden.

Nach dem vom irakischen Truppen am 8. April auf Verlangen Teherans angerichteten Blutbad unter iranischen Oppositionellen im Lager Ashraf im Irak fordert die Menschenrechtsorganisation Amnesty International die sofortige Freilassung der sechs Geiseln, die bei dem Angriff verschleppt wurden. Die sechs Exiliraner, die bei dem Angriff auf Ashraf verletzt wurden, werden weiter von irakischen Truppen willkürlich und ohne rechtliche Grundlage im Gefängnis der Stadt Khalis festgehalten. Dabei handelt es sich um Bahman Toloo, Mehdi Ghafouri, Hamid Makki, Hossein Eyni, Babak Karimi und Asghar Mehdizadeh (Bild). Aus Protest gegen ihre unrechtmäßige Inhaftierung sind die Männer in einen Hungerstreik getreten. Ihnen wird der Zugang zu Anwälten oder Familienangehörigen verweigert.
Bei dem im Voraus geplanten militärischen Angriff auf das Lager Ashraf wurden 34 der in Ashraf lebenden Zivilisten getötet - darunter sind acht Frauen. Mehr als 300 Bewohner von Ashraf wurden verletzt. Viele von ihnen sind in akuter Lebensgefahr.
Amnesty International fordert die sofortige Freilassung der sechs Gefangenen, die bisher wegen keiner Straftat angeklagt wurden, ihren Schutz vor Folter und Misshandlungen, die medizinische Versorgung der Verletzten und eine unabhängige Untersuchung der Übergriffe auf die Bewohner in Ashraf, so dass die Verantwortlichen für die Gewaltanwendung strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden können.
Fünf Frauen unter den Hinrichtungsopfern - Menschenrechtler fordern wirksame Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft, um die Hinrichtungswelle im Iran zu stoppen.
Die Mordaufrufe sind bezeichnend für die Methoden, mit denen die Teheraner Diktatur auch im Exil lebende Oppositionelle verfolgt.
Hunderte Familienangehörige, darunter zahlreiche ältere Menschen, sind im Iran allein wegen familiärer Kontakte zu den in Ashraf und Camp Liberty lebenden iranischen Oppositionellen in Haft.