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29. Dezember 2018

Internationale Proteste haben Erfolg: Menschenrechtler Reza Khandan im Iran freigelassen

Öffentlicher Druck ist das wirksamste Mittel, um Menschen in Gefahr zu retten. Durch eine weltweite Protestkampagne wurde die Freilassung des iranischen Menschenrechtlers Reza Khandan erreicht. Für Ihre Unterstützung dabei bedanken wir uns herzlich!

Beharrliche internationale Menschenrechtsarbeit hat Erfolg: Am 23. Dezember wurde die Freilassung des Menschenrechtlers Reza Khandan aus dem Teheraner Evin-Gefängnis erreicht. Für ihn hatten sich im Iran und weltweit zahlreiche Menschenrechtsorganisationen eingesetzt. Am 13. Dezember hatte auch das EU-Parlament die Freilassung von Reza Khandan gefordert.

Reza Khandan ist der Ehemann der namhaften iranischen Rechtsanwältin Nasrin Sotoudeh, die seit Juni 2018 allein wegen ihrer Menschenrechtsarbeit in Haft ist. Er wurde am 4. September vom Geheimdienst des Teheraner Regimes festgenommen, weil er sich mit einer Internetkampagne für die Freilassung seiner Frau eingesetzt hatte.

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Nasrin Sotoudeh und Reza Khandan, hier bei einer Mahnwache in Teheran, setzen sich beide gegen Menschenrechtsverletzungen im Iran ein.

Nasrin Sotoudeh, die mit dem Sacharow-Menschenrechtspreis des EU-Parlaments ausgezeichnet wurde, hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Regimegegner, Menschenrechtsaktivisten und Frauenrechtlerinnen verteidigt und sich für die Abschaffung der Todesstrafe eingesetzt.

Reza Khandan hat seine Frau bei ihrer Menschenrechtsarbeit unterstützt, gegen die Verfolgung von Regimegegnern im Iran protestiert und sich u.a. in der Kampagne gegen die Zwangsverschleierung engagiert. Seit der Inhaftierung von Nasrin Sotoudeh hat er sich mit Mahnwachen und im Internet für die Freilassung seiner Frau eingesetzt, die auch von zahlreichen internationalen Menschenrechtsorganisationen gefordert wird. Reza Khandan hat täglich in den sozialen Netzwerken gegen die Verhaftung seiner Frau protestiert und über ihren Gesundheitszustand im Gefängnis berichtet.

Seit seiner Verhaftung im September wurde Reza Khandan im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten. Nach Angaben seines Rechtsbeistands wurde er wegen angeblicher „Propaganda gegen das Regime“ und „Gefährdung der Staatssicherheit“ angeklagt. Reza Khandan hat diese Vorwürfe als politisch motiviert zurückgewiesen.

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Nasrin Sotoudeh und Reza Khandan mit ihren beiden Kindern

Menschenrechtsgruppen haben immer wieder die sofortige und bedingungslose Freilassung von Reza Khandan und Nasrin Sotoudeh und das Ende der Repressalien gegen diese Familie gefordert. Sie haben die internationale Gemeinschaft, darunter die EU, aufgerufen, sich nachdrücklich für die Freilassung der Anwältin und ihres Ehemannes einzusetzen.

Nach der Freilassung von Reza Khandan setzt sich die internationale Menschenrechtskampagne nun weiter dafür ein, dass auch Nasrin Sotoudeh umgehend aus der Haft freikommt. Durch beharrliche internationale Menschenrechtsarbeit gelingt es auch im Iran immer wieder, die Freilassung von unrechtmäßig inhaftierten Gefangenen zu erreichen. Öffentlicher Druck ist das wirksamste Mittel, um Menschen in Gefahr zu retten.

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