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11. Januar 2019

Iran: Studentenproteste gegen Misswirtschaft und Unterdrückung

An mehreren Hochschulen Teherans warfen Studentinnen und Studenten mit Protestkundgebungen dem Teheraner Regime Misswirtschaft, Korruption und Unterdrückung vor und forderten die Freilassung ihrer inhaftierten Kommilitonen.

Im Iran kommt es immer wieder Studentenprotesten gegen die Misswirtschaft und Unterdrückungspolitik des Teheraner Regimes.

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Ende Dezember wurden mehrtägige Proteste von Studentinnen und Studenten der Azad-Universität in Teheran durch den Unfall eines Hochschul-Busses ausgelöst, bei dem am 25. Dezember zehn Studierende starben und weitere 28 schwer verletzt wurden.

Die protestierenden Studenten machten die Leitung der Hochschule, die aus Regimefunktionären besteht, für den Tod ihrer Kommilitonen verantwortlich. Untersuchungen ergaben, dass die Universität technisch veraltete Busse einsetzt, ohne auf Sicherheitsbestimmungen zu achten. Medienberichten zufolge hatte die Hochschule das Fahrzeug 20 Tage vor dem Unfall in Betrieb genommen, ohne eine technische Prüfung des Fahrzeugs vorzunehmen.

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In Protestkundgebungen forderten die Studenten den Rücktritt des Kuratoriumsvorsitzenden der Universität, Aliakbar Velayati, und des Universitätsrektors Mohammad Mehdi Tehranchi. Der frühere Außenminister Aliakbar Velayati wurde vom obersten Regimeführer als Kuratoriumsvorsitzender eingesetzt.

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Am 30. Dezember eskalierten die Proteste, als der Hochschul-Rektor mit seinem Fahrzeug durch die protestierende Menge raste. Videos zufolge, die auf sozialen Netzwerken verbreitet wurden, wurden dabei zwei Studenten verletzt.

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Auch an anderen Hochschulen Teherans protestierten Studenten am 31. Dezember aus Solidarität mit ihren Kommilitonen an der Azad-Universität. Sie wandten sich besonders gegen die Unterdrückungspolitik des Regimes und forderten die Freilassung der in den letzten Monaten inhaftierten Studenten.

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Das Regime reagierte erneut mit Repression, und Regimegardisten lösten die friedlichen Versammlungen der Studenten unter Einsatz von Tränengas und Schlagstöcken gewaltsam auf.

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Bereits Anfang Dezember hatten Studenten in verschiedenen Städten Irans (im Bild eine Kundgebung in der Universität der nordiranischen Stadt Babol) für Meinungsfreiheit und gegen Unterdrückung demonstriert.

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