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Nach Berichten aus dem Lager Ashraf im Irak befinden sich mehrere der Exiliraner, die während des am 8. April von irakischen Truppen angerichteten Blutbades schwer verletzt wurden, in einem äußerst kritischen Zustand.
Einer von ihnen ist Gholam-Reza Khorammi. Während des Angriffs wurde der 56jährige Ingenieur von einem Militärfahrzeug erfasst und zu Boden geworfen. Danach prügelten Soldaten mit Schlagstöcken brutal auf ihn ein. Dadurch erlitt er Gehirnblutungen und mehrere Knochenbrüche.

Gholam-Reza Khorammi nach dem Angriff auf Ashraf am 8. April 2011
Der Zustand von Mohsen Khosravani (50) ist ebenfalls lebensbedrohlich. Der in den USA ausgebildete Physiker erlitt Schussverletzungen, als irakische Truppen am 8. April auf eine Menschenmenge schossen, die sich auf dem Laleh-Platz in Ashraf versammelt hatte. Er wurde in die Brust und in den Bauch getroffen und erlitt schwere innere Verletzungen. Mohsen Khosravani liegt zur Zeit in der Intensivstation eines Krankenhauses in Bagdad.
Der 38jährige Bahman Attighi befindet sich ebenfalls in einem kritischen Zustand. Er wurde in den Rücken geschossen. Durch Verletzungen der Wirbelsäule sind seine Beine gelähmt. Die Wunde ist entzündet. Er liegt im Krankenhaus der Provinzstadt Baquba, wo er nicht ausreichend versorgt werden kann, und befindet sich seit dem 17. April im Koma.
Die Bewohner von Ashraf haben erneut an die USA appelliert, die Verwundeten in das in der Nähe gelegene US-Militärkrankenhaus zu evakuieren, um weitere Todesopfer zu verhindern. Mehreren Verwundeten drohen bleibende gesundheitliche Schäden, denn sie können in Ashraf nicht ausreichend behandelt werden, weil die Versorgung des Lagers mit Medikamenten und medizinischem Gerät seit zwei Jahren von den irakischen Behörden behindert wird.

Am 8. April 2011 haben irakische Truppen auf Verlangen Teherans ein Blutbad in dem Lager Ashraf nordöstlich von Bagdad angerichtet, in dem iranische Oppositionelle leben. Bei dem im Voraus geplanten militärischen Angriff wurden 34 der dort lebenden Zivilisten - darunter acht Frauen - getötet und mehr als 300 Bewohner von Ashraf verletzt, die meisten erlitten Schussverletzungen.
Fünf Frauen unter den Hinrichtungsopfern - Menschenrechtler fordern wirksame Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft, um die Hinrichtungswelle im Iran zu stoppen.
Die Mordaufrufe sind bezeichnend für die Methoden, mit denen die Teheraner Diktatur auch im Exil lebende Oppositionelle verfolgt.
Hunderte Familienangehörige, darunter zahlreiche ältere Menschen, sind im Iran allein wegen familiärer Kontakte zu den in Ashraf und Camp Liberty lebenden iranischen Oppositionellen in Haft.