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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Aktuelles
25. April 2011

Militärischer Angriff auf Zivilisten in Ashraf fordert 35. Todesopfer

Der 38jährige Bahman Attighi erlag seinen schweren Verwundungen, weil die medizinische Behandlung der Verletzten nach wie vor von den Truppen behindert wird.

Bahman AttighiNach Berichten aus dem Lager Ashraf im Irak ist ein Exiliraner, der während des am 8. April von irakischen Truppen angerichteten Blutbades schwer verletzt worden war, am 23. April seinen Verletzungen erlegen.

Der 38jährige Bahman Attighi (Bild) gehörte zu den Schwerverletzten, die sich in einem äußerst kritischen Zustand befanden. Er war am 8. April in den Rücken geschossen worden. Durch Verletzungen der Wirbelsäule waren seine Beine gelähmt. Die Schusswunden hatten sich entzündet. Er lag im Krankenhaus der Provinzstadt Baquba, wo er nicht ausreichend versorgt werden konnte, und befand sich seit dem 17. April im Koma. In den letzten zwei Wochen hatten die Bewohner von Ashraf mehrmals die Verlegung von Bahman Attighi in ein geeignetes Krankenhaus gefordert, diese wurde jedoch von den irakischen Truppen verhindert.

Die Bewohner von Ashraf haben erneut an die USA appelliert, die Verwundeten in das in der Nähe gelegene US-Militärkrankenhaus oder in andere Krankenhäuser mit ausreichenden Behandlungsmöglichkeiten zu evakuieren, um weitere Todesopfer zu verhindern. Mehrere Verwundete sind in akuter Lebensgefahr. Anderen drohen bleibende gesundheitliche Schäden, denn sie können in Ashraf nicht ausreichend behandelt werden, weil die Versorgung des Lagers mit Medikamenten und medizinischem Gerät seit zwei Jahren von den irakischen Behörden behindert wird.

Verletzte Ashraf

Am 8. April 2011 haben irakische Truppen auf Verlangen Teherans ein Blutbad in dem Lager Ashraf nordöstlich von Bagdad angerichtet, in dem iranische Oppositionelle leben. Bisher forderte der im Voraus geplante militärische Angriff 35 Todesopfer - darunter acht Frauen - unter den dort lebenden Zivilisten. Mehr als 300 Bewohner von Ashraf wurden verletzt, die meisten erlitten Schussverletzungen.

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