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Aktuelles
18. Mai 2011

Reporter ohne Grenzen: Besorgnis über im Iran festgehaltene Journalistin

Die seit Ende April vermisste Journalistin Homa Dorothy Parvaz wurde nach Angaben syrischer Behörden in den Iran abgeschoben.

Dorothy ParvazDie Organisation Reporter ohne Grenzen, die sich für Pressefreiheit einsetzt, hat die iranischen Behörden aufgefordert, bekannt zu geben, wo und warum die Journalistin Homa Dorothy Parvaz festgehalten wird. Die seit Ende April vermisste Journalistin von al-Dschasira Englisch wurde nach Angaben syrischer Behörden in den Iran abgeschoben. Nach diesen Angaben soll Parvaz versucht haben, illegal mit einem abgelaufenen iranischen Pass in Syrien einzureisen, und sei daraufhin am ersten Mai in den Iran abgeschoben worden.

Parvaz, die seit dem Jahre 2010 für al-Dschasira arbeitet und berichtet, hat die iranische, kanadische und US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Sie wollte in Syrien über die Unruhen und Proteste gegen das Regime berichten. „Wir haben erfahren, dass sie in Teheran festgehalten wird. Wir verlangen Informationen von den iranischen Behörden, Kontakt zu Dorothy und ihre sofortige Freilassung. Seit sie Doha am 29. April verlassen hat, haben wir keinen Kontakt mehr mit ihr gehabt, und wir machen uns große Sorgen um ihr Wohlergehen“, wurde ein Sprecher von al-Dschasira zitiert.

Reporter ohne Grenzen hat sich in einer Erklärung vom 16. Mai tief besorgt über das Schicksal von Homa Dorothy Parvaz geäußert. Teheran hat bisher nicht bestätigt, dass die Journalistin dort festgehalten wird, erhob jedoch Vorwürfe gegen sie wegen angeblich illegaler Einreise nach Syrien.

zur Erklärung von Reporter ohne Grenzen



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