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21. Februar 2019

Lehrer-Proteste im Iran: Gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit

Im Iran haben Lehrerinnen und Lehrer erneut für angemessene Gehälter und gegen Unterdrückung, Meinungskontrolle und Diskriminierung in iranischen Bildungseinrichtungen demonstriert. Dies war der vierte landesweite Lehrer-Protest seit Mai 2018.

In verschiedenen Städten Irans haben Lehrerinnen und Lehrer am 14. Februar mit Kundgebungen gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit protestiert. In mehreren Provinzhauptstädten wie Mashhad (Nordostiran) und Kermanshah (Westiran) fanden große Protestkundgebungen vor den jeweiligen Bildungsministerien statt. Dies war der vierte landesweite Lehrer-Protest, nachdem bereits im Mai, Oktober und November 2018 in vielen iranischen Städten Streiks und Protestkundgebungen von Lehrern stattgefunden hatten.

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Zu dem Protesttag hatten landesweit mehrere Lehrerverbände aufgerufen. In sozialen Netzwerken wurden viele Fotos von Lehrerinnen und Lehrern gepostet, die ihre Forderungen auf Plakaten vorzeigten wie etwa „Schluss mit der Diskriminierung“ und „Lehrer gehören nicht ins Gefängnis“.

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Die Lehrerinnen und Lehrer demonstrierten für angemessene Gehälter und gegen die Unterdrückung, die Meinungskontrolle und die Diskriminierung in iranischen Bildungseinrichtungen. Sie warfen dem Teheraner Regime Machtmissbrauch und Inkompetenz vor und forderten die Freilassung von inhaftierten Kollegen. Zahlreiche Lehrer sind im Iran wegen ihres menschenrechtlichen und gewerkschaftlichen Engagements in Haft. Zu den prominenten Führungsmitgliedern der Lehrergewerkschaft, die zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden und im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert sind, gehören Mohammad Habibi, Mahmoud Beheshti Langroodi und Esmail Abdi.

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Der Lehrer-Gewerkschaftsbund Bildungsinternationale (Education International), dem Bildungsgewerkschaften aus der ganzen Welt angehören, hat bereits am 4. Dezember 2018 die Freilassung aller Lehrerinnen und Lehrer gefordert, die im Iran wegen ihrer Mitwirkung an friedlichen Protesten inhaftiert sind.

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Die Bildungsinternationale hat zum weltweiten Einsatz für die Lehrkräfte im Iran aufgerufen, die Opfer von Repressalien und Verfolgungsmaßnahmen werden. Allein nach einem zweitägigen Streik am 13. und 14. November 2018 seien mindestens 15 Lehrerinnen und Lehrer verhaftet und viele weitere zu Verhören vorgeladen worden.

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Die iranischen Lehrkräfte machten am 14. Februar mit ihren Protesten darauf aufmerksam, dass die Gehälter der Lehrer im Iran unter der Armutsgrenze liegen. Viele Lehrer sind gezwungen, Nebenjobs anzunehmen, um ihre Familien zu ernähren. Die Protestierenden forderten angemessene Gehälter und Krankenversicherungen für alle Lehrer sowie Arbeitsplatzsicherheit.

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Außerdem protestierten die Lehrer dagegen, dass die Förderung der Schulbildung im Iran seit Jahren vernachlässigt wird. Dies habe dazu geführt, dass viele Schulen aufgrund des Mangels an Lehrkräften und Finanzen keinen angemessenen Unterricht mehr durchführen könnten. Die Lehrer forderten auch das Ende der Diskriminierungen innerhalb des Bildungssystems, durch die vor allem ethnische und religiöse Minderheiten sowie Mädchen benachteiligt werden.

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Die Lehrkräfte demonstrierten auch für das Recht, sich in vom Staat unabhängigen Verbänden und Gewerkschaften organisieren zu dürfen. Im Iran sind unabhängige Gewerkschaften nicht anerkannt. Ihre Mitglieder sind zunehmend verfolgt.

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