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Internationale Hilfe für die Verletzten und Kranken in Ashraf dringend notwendig
Berichten aus Ashraf zufolge verstarb dort der 51jährige Kazem Nematollahi (Bild) am 29. Mai infolge eines Nierenleidens, das wegen der medizinischen Blockade des Lagers nur unzureichend behandelt wurde.
Das Lager Ashraf nördlich von Bagdad, in dem iranische Oppositionelle leben, ist weiterhin von irakischen Truppen abgeriegelt und zum Teil besetzt. Schon seit über zwei Jahren wird die Versorgung des Lagers mit Medikamenten und medizinischem Gerät von den irakischen Behörden und Truppen behindert. Internationale Ärzteteams werden nicht nach Ashraf gelassen. Die Truppen lassen nicht zu, dass die Kranken in Krankenhäuser ihrer Wahl mit ausreichenden Behandlungsmöglichkeiten verlegt werden.
Auch die medizinische Behandlung von Kazem Nematollahi wurde von den irakischen Behörden immer wieder behindert und verzögert. Die dringend notwendige Dialyse-Behandlung wurde mit viermonatiger Verspätung zugelassen und dann mehrmals unterbrochen, weil die Genehmigung zur Verlegung des Patienten in das Krankenhaus der Provinzstadt Baquba, wo die Dialyse vorgenommen werden sollte, immer wieder verweigert wurde. Dies hatte das Versagen beiden Nieren zur Folge.
Obwohl mehrere seiner Mitbewohner in Ashraf sich bereiterklärten, eine Niere zu spenden, um das Leben von Kazem Nematollahi zu retten, wurde auch das nicht zugelassen. In lebensbedrohlichem Zustand wurde er schließlich in die Intensivstation des Krankenhauses von Baquba gebracht, wo jedoch jede Hilfe zu spät kam.
Auch die über 300 Frauen und Männer, die Anfang April in Ashraf bei einem von irakischen Truppen angerichteten Massaker verletzt wurden, konnten aufgrund der medizinischen Blockade des Lagers nicht ausreichend behandelt werden. 42 Schwerverletzte sind weiter in kritischem Zustand.
Die Bewohner von Ashraf appellieren dringend an die internationale Gemeinschaft, sich dafür einzusetzen, dass:
• die Verletzten und Kranken in Krankenhäuser ihrer Wahl mit ausreichenden Behandlungsmöglichkeiten verlegt werden
• die USA, die Europäische Union und die Vereinten Nationen auf die irakische Regierung einwirken, damit sie das Recht von Kranken und Verletzten auf angemessene medizinische Versorgung respektiert, die medizinische Blockade von Ashraf aufhebt und die Behandlung der Kranken und Verletzten nicht weiter behindert.
Internationaler Hilfsappell: Medizinische Versorgung der Verletzten in Ashraf
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