Menschenrechtsverein


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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Aktuelles
14. Juli 2011

Amnesty International fordert Schutz der Rechte der Menschen in Ashraf

"Insbesondere bemüht sich Amnesty um die Zusicherung durch die irakische Regierung, dass nichts unternommen wird, um die Bewohner von Ashraf zwangsweise in den Iran zurückzubringen."

Amnesty International hat die irakische Regierung am 13. Juli in einer Erklärung aufgefordert, die Rechte der Exiliraner, die im Lager Ashraf im Irak leben, zu achten und zu schützen.

Genf Mahnwache
Menschenrechtskampagne für Ashraf: Mahnwache vor dem UN-Hauptquartier in Genf

Die Menschenrechtsorganisation wies darauf hin, dass die medizinische Grundversorgung der Menschen in Ashraf weiter von den irakischen Behörden behindert wird und dass sie kaum Zugang zu ärztlicher Behandlung in Krankenhäusern ihrer Wahl haben. Amnesty forderte den Irak dringend auf, die humanitäre und medizinische Versorgung in Ashraf ohne Einschränkungen zu gewährleisten.

In der Erklärung heißt es u. a.: „Amnesty hat die irakische Regierung mehrfach aufgefordert, die Menschenrechte der Bewohner des Lagers Ashraf zu respektieren, die Angriffe irakischer Sicherheitskräfte auf das Lager zu untersuchen und die Verantwortlichen für Morde, Folter und andere Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft zu ziehen. Insbesondere bemüht sich Amnesty um die Zusicherung durch die irakische Regierung, dass nichts unternommen wird, um die Bewohner von Ashraf zwangsweise in den Iran zurückzubringen.“

Am 8. April 2011 haben irakische Truppen auf Verlangen Teherans ein Blutbad im Lager Ashraf nördlich von Bagdad angerichtet. Der militärische Angriff forderte 36 Todesopfer - darunter acht Frauen - und über 300 Verletzte unter den dort lebenden Zivilisten. Das Lager Ashraf im Irak ist seit 25 Jahren ein Zufluchtsort für iranische Regimegegner, denen im Iran Folter und Massenhinrichtungen drohen. Dort leben ca. 3400 Menschen, darunter 1000 Frauen. Das Teheraner Regime verlangt von der irakischen Regierung die Zerstörung des Lagers und die Deportation der dort lebenden Regimegegner in den Iran.

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