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Ban Ki-moon ruft alle Mitgliedsstaaten der UNO auf, zur Umsetzung einer Lösung auf der Grundlage der Menschenrechte und humanitären Prinzipien beizutragen.
In seinem Quartalsbericht über die Fortschritte der Arbeit der UN-Hilfsmission für den Irak, der am 19. Juli 2011 im UN-Sicherheitsrat behandelt wurde, hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon (Bild) die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, ihre Bemühungen zu verstärken, um eine Lösung für die in Ashraf lebenden iranischen Oppositionellen zu finden, die mit den Menschenrechten und humanitären Prinzipien vereinbar ist.
Er bedauerte den Verlust von Menschenleben in Ashraf und forderte die irakische Regierung mit Nachdruck auf, die Anwendung von Gewalt zu unterlassen und den Zugang der Menschen in Ashraf zu Versorgungsgütern und -leistungen sicherzustellen. Ban Ki-moon wies die irakische Regierung darauf hin, dass die Untersuchung der Übergriffe auf die Menschen ín Ashraf im April immer noch aussteht, und sprach sich für eine friedliche, für alle Beteiligten annehmbare Lösung aus.
Der UN-Generalsekretär rief alle Mitgliedsstaaten der UNO auf, mitzuhelfen und dazu beizutragen, dass eine Vereinbarung gefunden und umgesetzt wird, die auch für die Bewohner von Ashraf akzeptabel ist.
Hintergrund:
Am 8. April 2011 haben irakische Truppen auf Verlangen Teherans ein Blutbad im Lager Ashraf nördlich von Bagdad angerichtet. Der im Voraus geplante militärische Angriff forderte 36 Todesopfer und über 300 Verletzte unter den dort lebenden iranischen Oppositionellen. Das Blutbad wurde weltweit - darunter auch von der Europäischen Union und der Hohen Menschenrechtskommissarin der UNO - verurteilt.

Die 29jährige Saba Haftbaradaran, die bei dem Massaker in Ashraf verletzt wurde, wenige Stunden vor ihrem Tod im April 2011. Sie ist eine der acht Frauen, die bei dem Massaker getötet wurden.
Nach wie vor ist das Lager, in dem ausschließlich Zivilisten leben, von irakischen Truppen abgeriegelt und teilweise besetzt. Die Exiliraner in Ashraf leben mit der ständigen Bedrohung, gewaltsam aus dem Lager vertrieben und in den Iran deportiert zu werden.
Das Lager Ashraf im Irak ist seit 25 Jahren ein Zufluchtsort für iranische Regimegegner, denen im Iran Folter und Massenhinrichtungen drohen. Dort leben ca. 3400 Menschen, darunter 1000 Frauen. Das Teheraner Regime verlangt die Zerstörung des Lagers und die Deportation der dort lebenden Regimegegner in den Iran.
zum Bericht des UN-Generalsekretärs an den UN-Sicherheitsrat
Fünf Frauen unter den Hinrichtungsopfern - Menschenrechtler fordern wirksame Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft, um die Hinrichtungswelle im Iran zu stoppen.
Die Mordaufrufe sind bezeichnend für die Methoden, mit denen die Teheraner Diktatur auch im Exil lebende Oppositionelle verfolgt.
Hunderte Familienangehörige, darunter zahlreiche ältere Menschen, sind im Iran allein wegen familiärer Kontakte zu den in Ashraf und Camp Liberty lebenden iranischen Oppositionellen in Haft.