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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Aktuelles
03. August 2011

Internationaler Appell: Medizinische Hilfe für politische Gefangene im Iran

Amnesty International: Mindestens zwei tote politische Häftlinge wegen unterlassener medizinischer Hilfeleistung

Zahra JabbariMit einem internationalen Hilfsappell hat Amnesty International Ärzte und Beschäftigte im Gesundheitswesen weltweit aufgerufen, sich dafür einzusetzen, dass kranke politische Gefangene im Iran die notwendige medizinische Behandlung erhalten. Amnesty nennt in dem Appell neun Gefangene, die trotz schwerer gesundheitlicher Probleme in Haft gehalten werden, und fordert die sofortige und bedingungslose Freilassung der Gefangenen, die allein deshalb festgehalten werden, weil sie friedlich von ihrem Recht auf Meinungs-, Rede- und Versammlungsfreiheit Gebrauch gemacht haben. Die Menschenrechtsorganisation weist darauf hin, dass erst kürzlich mindestens zwei politische Gefangene im Iran wegen unterlassener medizinischer Hilfe zu Tode gekommen sind.

Unter den neun von AI genannten Gefangenen ist die 37jährige Zahra Jabbari (Bild), die im September 2009 verhaftet und im Mai 2010 wegen angeblicher „Aktivitäten gegen die Staatssicherheit“ zu vier Jahren Haft verurteilt wurde. Ihr werden familiäre Kontakte zu ihrem Bruder und ihrer Schwester vorgeworfen, die Regimegegner sind und im Lager Ashraf im irakischen Exil leben.

Zahra Jabbari, Mutter eines vierjährigen Kindes, war sieben Monate lang in Isolationshaft und wurde gefoltert. Sie leidet an schweren rheumatischen Herz-Beschwerden, die sich im Juni 2011 verschlimmerten. Anstelle einer angemessenen ärztlichen Behandlung wurde die politische Gefangene jedoch in eine Nervenheilanstalt eingeliefert, wo sie weiter unter strenger Bewachung ist.

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