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Familienangehörige und Menschenrechtler fordern Eilmaßnahmen des Hohen Flüchtlingskommissars der UNO.

Seit mehr als vier Monaten finden in Genf vor dem europäischen Hauptquartier der Vereinten Nationen tägliche Mahnwachen für den Schutz der 3400 iranischen Oppositionellen statt, denen im Lager Ashraf im Irak militärische Gewalt und Deportation drohen.

Familienangehörige der Menschen in Ashraf, Exiliranerinnen und -Iraner und Menschenrechtsaktivisten aus verschiedenen Ländern beteiligen sich regelmäßig daran. Sie fordern, dass der Hohe Flüchtlingskommissar (UNHCR) und die Hohe Menschenrechtskommissarin der UNO Eilmaßnahmen einleiten, um durch die Anerkennung des kollektiven Status der Bewohner von Ashraf als politische Flüchtlinge internationale Schutzmaßnahmen zu ermöglichen. Außerdem fordern sie die Stationierung einer UN-Beobachtermission in Ashraf und eine von der UNO geleitete Untersuchung des Massakers vom 8. April 2011.

Am 5. September sprach der britische Parlamentarier Brian Binley (Bild), der an der internationalen Kampagne für den Schutz von Ashraf mitwirkt, zu den Teilnehmern der Mahnwachen in Genf. Er berichtete über Fortschritte bei seinen Gesprächen mit dem stellv. Hohen Flüchtlingskommissar über Schutzmaßnahmen für die Exiliraner in Ashraf.

Eine Delegation des UNHCR hat das Lager Ashraf am 4. September besucht, ein zweiter Besuch wird in Kürze stattfinden. Erst vor kurzem hat sich die UNO in einer Erklärung nachdrücklich gegen jegliche Deportation der Exiliraner aus Ashraf gewandt.
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