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Die Hinrichtung, mit der das Teheraner Regime erneut das Völkerrecht gebrochen hat, wurde international scharf verurteilt.
Nach Angaben staatlicher iranischer Nachrichtenagenturen wurde der 17-jährige Alireza Molla-Soltani am 21. September in der Stadt Karadsch westlich von Teheran öffentlich hingerichtet (Bild). Er wurde durch Erhängen an einem Kran qualvoll erdrosselt. Damit setzte sich das Teheraner Regime erneut über die internationalen Proteste, die den Stopp der Hinrichtungen von Minderjährigen fordern, hinweg.
Dem 17-Jährigen war ein Tötungsdelikt zur Last gelegt worden, das er am 17. Juli begangen haben soll. Molla-Soltani hat immer beteuert, aus Notwehr gehandelt und sich gegen einen Angriff verteidigt zu haben. Dennoch verurteilte ein Gericht den 17-Jährigen am 20. August zum Tode. Die iranische Justiz ordnete eine schnelle Hinrichtung an.
International sorgte der Fall für große Empörung und Proteste. Die norwegische Regierung forderte den Stopp der Hinrichtung. Die Amnesty-Vizedirektorin für den Nahen Osten und Nordafrika, Hassiba Hadj Sahraoui, wies darauf hin, dass Teheran die internationalen Konventionen unterzeichnet habe. Danach sei die Hinrichtung Minderjähriger strikt untersagt.
Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, kritisierte: "Mit der öffentlichen Erhängung eines zur Tatzeit Minderjährigen tritt Iran völkerrechtliche Verpflichtungen mit Füßen, zu deren Einhaltung es sich selbst verpflichtet hat." Die Bundesregierung werde in ihrem Engagement für eine weltweite Abschaffung der Todesstrafe nicht nachlassen.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP wurden im Iran seit Jahresbeginn 202 Menschen hingerichtet, darunter waren laut Amnesty im April drei Minderjährige. Bereits am 20. September war ein Mann auf einem Platz des Teheraner Stadtbezirks Narmak gehängt worden.
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