Menschenrechtsverein


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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Aktuelles
24. Oktober 2011

Washington: Demonstration für den Schutz von Ashraf

Aufruf an die US-Regierung und die UNO: Drohendes Massaker verhindern! Gewaltsame Räumung des Lagers bis zum Jahresende stoppen!

Am 22. Oktober haben Hunderte Menschen in Washington für den Schutz von Ashraf demonstriert. Mit einer Kundgebung vor dem Weißen Haus forderten sie dringende Schutzmaßnahmen der USA für die 3400 iranischen Oppositionellen, die im Lager Ashraf im Irak weiter in akuter Gefahr sind, Opfer von militärischer Gewalt und Deportation zu werden.

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Die Demonstranten, vor allem in den USA lebende Exiliranerinnen und -Iraner, wiesen darauf hin, dass die Teheran-treue irakische Regierung weiterhin damit droht, dass das Lager Ashraf nach dem 31. Dezember 2011 gewaltsam geräumt und zerstört wird. Dies kommt der Ankündigung eines weiteren Massakers gleich.

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Nontombi Tutu, Menschenrechtlerin und Tochter des südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers Desmond Tutu, war unter den Mitwirkenden der Demonstration in Washington:
„Ich weiß, was die Macht des Volkes bewirken kann. Ich weiß es, denn ich bin als Unterdrückte aufgewachsen. Ich bin als jemand aufgewachsen, der in seinem Geburtsland nichts zu sagen hatte und nicht wählen durfte. Doch durch das Engagement von freiheitsliebenden Menschen auf der ganzen Welt wurde der Apartheid ein Ende gesetzt. Ich weiß, was Menschenrechtsverfechter weltweit bewirken können, wenn sie entschlossen sind. Und wir sind entschlossen. Mit aller Entschlossenheit wollen wir nicht nur Sicherheit und Schutz für Ashraf sondern auch Freiheit für den Iran.“

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Zahlreiche in Washington anwesende Familienangehörige der in Ashraf lebenden Exiliraner appellierten mit einer Petition an die US-Regierung, eine humanitäre Katastrophe in Ashraf zu verhindern. 22 von renommierten Völkerrechtlern erstellte Rechtsgutachten bestätigen, dass die Menschen in Ashraf nach dem humanitären Völkerrecht das Recht auf internationalen Schutz haben, und dass den USA dabei eine besondere Verpflichtung zukommt.

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Die unbewaffneten Zivilisten in Ashraf wurden seit 2009 Opfer von zwei massiven Angriffen der irakischen Armee, die fast 50 Todesopfer und Hunderte Verletzte forderten. Das Teheraner Regime will die gewaltsame Deportation der Menschen aus Ashraf zurück in den Iran zu erzwingen, wo den Oppositionellen Haft, Folter und Massenhinrichtungen drohen.

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In Washington forderten die Demonstranten die USA und die UNO auf, sich nachdrücklich dafür einzusetzen, dass die willkürlich gesetzte Frist für die Schließung des Lagers Ashraf aufgehoben wird, damit die internationale Gemeinschaft die Pläne für eine friedliche Lösung der Krise umsetzen kann. Sie forderten die UNO weiterhin auf, eine Überwachungsmission in Ashraf zu stationieren und für den Schutz der Bewohner des Lagers zu sorgen.
Zu den Rednern der Veranstaltung gehörten auch US-amerikanische Politiker wie der ehemalige Minister für innere Sicherheit Tom Ridge und der ehemalige Gouverneur von Pennsylvania, Ed Rendell.

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