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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Aktuelles
14. November 2011

Weltorganisation gegen Folter alarmiert wegen drohender Schließung des Lagers Ashraf

Aufruf an die internationale Gemeinschaft: Gemeinsame Anstrengungen notwendig, um Menschenrechtsverletzungen in Ashraf und die Zwangsdeportation der Exiliraner verhindern!

OMCTDie in Genf ansässige Weltorganisation gegen Folter (OMCT) hat die internationale Gemeinschaft am 11. November aufgerufen, ihre Anstrengungen zu verstärken, um schwerste Menschenrechtsverletzungen an den in Ashraf im Irak lebenden Exiliranern und ihre Deportation in den Iran zu verhindern.

„Die von der irakischen Regierung gesetzte Frist, das Lager zum Ende des Jahres 2011 zu schließen, ohne dass eine Lösung für die Sicherheit der Bewohner gefunden ist, birgt die akute Gefahr von schwersten Menschenrechtsverletzungen“, so Gerald Staberock, Generalsekretär der OMCT.

Den im Lager Ashraf nördlich von Bagdad lebenden 3400 iranischen Oppositionellen, darunter ca. 1000 Frauen, droht ein Massaker. Auf Verlangen des Teheraner Regimes trifft das irakische Militär Vorbereitungen, um das Lager, in dem ausschließlich Zivilisten leben, zum Jahresende gewaltsam zu räumen und zu zerstören. Die Bewohner sind in Gefahr, in den Iran deportiert zu werden, wo ihnen Folter und Massenhinrichtungen drohen. Die Teheran-treue irakische Regierung stellt sich den Bemühungen der UNO und der EU entgegen. Sie hält an ihrem willkürlich gesetzten Ultimatum, die Exiliraner zum Ende des Jahres 2011 gewaltsam aus Ashraf zu vertreiben, fest.

Verletzte Ashraf

Bereits im April 2011 haben irakische Truppen auf Verlangen Teherans ein Blutbad in Ashraf angerichtet. Bei dem militärischen Angriff wurden 36 der dort lebenden Zivilisten - darunter acht Frauen - getötet und mehr als 300 Bewohner von Ashraf verletzt, die meisten erlitten Schussverletzungen.

Die Weltorganisation gegen Folter forderte die Aufhebung der Frist zur Schließung des Lagers und gemeinsame Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft, darunter des UN-Generalsekretärs und der hohen Menschenrechtskommissarin der UNO, um die Sicherheit der Exiliraner in Ashraf zu gewährleisten, bis eine dauerhafte Lösung für ihren Verbleib gefunden ist.

zur Erklärung der OMCT

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