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19. August 2019

Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung fordert Freilassung von Frauenrechtsaktivistinnen im Iran

Bärbel Kofler: "Ich bin bestürzt über die Verurteilung der drei Frauenrechtsaktivistinnen Mojgan Keshavarz, Yasaman Aryani und Monireh Arabshahi in Iran zu langen Haftstrafen."

Ende Juli wurden im Iran die Frauenrechtlerinnen Mojgan Keshavarz, Yasaman Aryani und deren Mutter Monireh Arabshahi aufgrund ihres Einsatzes gegen den Schleierzwang zu langen Haftstrafen verurteilt. Dazu erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Bärbel Kofler, an 12. August u.a.:

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„Ich bin bestürzt über die Verurteilung der drei Frauenrechtsaktivistinnen Mojgan Keshavarz, Yasaman Aryani und Monireh Arabshahi in Iran zu langen Haftstrafen.

Sie haben sich friedlich und mit großem Engagement für die Rechte der Frauen im Iran eingesetzt. Sie haben gegen die Kopftuchpflicht protestiert und Blumen verteilt!

Ich fordere ihre sofortige Freilassung und die aller anderen festgehaltenen Frauenrechtsaktivistinnen und appelliere an die iranische Regierung, die von ihr eingegangenen menschen- und bürgerrechtlichen Verpflichtungen einzuhalten.

Hintergrund:

Am 31.07.2019 wurden in Iran die Menschenrechtsaktivistinnen Mojgan Keshavarz, Yasaman Aryani und deren Mutter Monireh Arabshahi aufgrund ihres Engagements gegen die Kopftuchpflicht zu langen Haftstrafen verurteilt.

Sie waren im April 2019 verhaftet worden, weil sie am internationalen Frauentag ein Video ins Internet gestellt haben, das die Aktivistinnen zeigt, wie sie in Teheran ohne Kopftuch durch einen U-Bahn-Waggon gehen und Blumen an Frauen verteilen.

Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden alle drei Frauen zu 16 Jahren Haft wegen „Versammlung zum Verstoß gegen die nationale Sicherheit“, „Propaganda gegen den Staat“ und „Anstiftung und Begünstigung von Verdorbenheit und  Prostitution“ verurteilt. Mojgan Keshavarz wurde außerdem zu sieben Jahren Haft wegen Blasphemie verurteilt. Die Rechtsanwälte der drei Frauen waren bei der Gerichtsverhandlung nicht zugelassen.“

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mehr zur Verurteilung der drei Frauenrechtlerinnen



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