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28. August 2019

Iran: Verfolgung von regimekritischen Lehrern dauert an

Im Iran wurden erneut Lehrer wegen ihres friedlichen Einsatzes gegen die Unterdrückung und für soziale Gerechtigkeit verhaftet und zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Berichten von Menschenrechtsgruppen zufolge dauern im Iran die Repressalien gegen Lehrerinnen und Lehrer, die sich menschenrechtlich oder gewerkschaftlich engagieren, an.

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Am 19. August wurde der Lehrer Mohammad-Taghi Falahi (Bild), der Generalsekretär der Teheraner Lehrer-Gewerkschaft ist, in Teheran zu acht Monaten Haft und 10 Peitschenhieben verurteilt. Der Grund ist seine Mitwirkung an friedlichen Protestkundgebungen gegen die Unterdrückung und für soziale Gerechtigkeit. Die Strafe wurde für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

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Teheran, 2. Mai 2019: Lehrerinnen und Lehrer protestieren für die Freilassung inhaftierter Kollegen.

Mohammad-Taghi Falahi war in den vergangenen Monaten mehrfach verhaftet worden, zuletzt am 2. Mai 2019 während einer Protestversammlung von Lehrern vor dem Bildungsministerium in Teheran. Nach mehreren Tagen Haft wurde er gegen Zahlung einer Kaution vorläufig freigelassen.

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Bereits Anfang Juli wurde der Lehrer Hamidreza Rahmati (Bild) in der zentraliranischen Stadt Shahreza (Provinz Isfahan) zu drei Jahren Haft und 74 Peitschenhieben verurteilt, weil er vor dem Schulamt der Stadt mit einer Mahnwache gegen die Inhaftierung von Lehrerinnen und Lehrern protestiert und im Internet über Menschenrechtsverletzungen im Iran berichtet hatte. Hamidreza Rahmati, der der Lehrer-Gewerkschaft der Provinz Isfahan angehört, hatte mit seinem friedlichen Protest lediglich von seinem Menschenrecht auf Meinungs- und Redefreiheit Gebrauch gemacht.

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Am 18. August wurde der Lehrer und Bürgerrechtler Abbas Vahedian-Shahroudi (im Bild mit seiner Tochter) in der nordostiranischen Stadt Mashhad festgenommen. Er hatte zusammen mit anderen Bürgerrechtlern einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie die Diktatur und systematische Unterdrückung im Iran verurteilten und den Rücktritt des obersten Regimeführers Khamenei forderten.

Abbas Vahedian-Shahroudi war bereits am 11. Oktober 2018 während landesweiter Lehrer-Streiks im Iran verhaftet worden. Er wurde dann wegen angeblicher „Gefährdung der Staatssicherheit“ angeklagt und zweieinhalb Monate lang im Gefängnis festgehalten und ohne Rechtsbeistand verhört, bis er am 30.12.2018 vorläufig freigelassen wurde.

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Am 11. August wurde der Bürgerrechtler Hashem Khastar (Bild), Lehrer im Ruhestand, in der Stadt Mashhad festgenommen, als er zusammen mit anderen Demonstranten an einer friedlichen Mahnwache vor dem Revolutionsgericht teilnahm. Der Protest richtete sich gegen den unfairen Gerichtsprozess gegen einen anderen Bürgerrechtler, der an jenem Tag stattfand.

Hashem Khastar hat an zahlreichen Protestkundgebungen für die Rechte von Lehrern und Ruheständlern teilgenommen und wurde in den letzten Jahren mehrfach verhaftet. Auch er gehört zu den Unterzeichnern des offenen Briefes, in dem der Rücktritt des obersten Regimeführers Khamenei gefordert wird.

Der Lehrer-Gewerkschaftsbund Bildungsinternationale (Education International), dem Bildungsgewerkschaften aus der ganzen Welt angehören, hat bereits am 4. Dezember 2018 die Freilassung aller Lehrerinnen und Lehrer gefordert, die im Iran wegen ihrer Mitwirkung an friedlichen Protesten inhaftiert sind. Die Bildungsinternationale hat zum weltweiten Einsatz für die Lehrkräfte im Iran aufgerufen, die Opfer von Repressalien und Verfolgungsmaßnahmen werden.

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