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02. September 2019

Iran weltweit größtes Gefängnis für Journalistinnen

Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) macht auf die neue Welle von Verhaftungen im Iran aufmerksam, von denen zunehmend Frauen betroffen sind. Zurzeit sind dort mindestens zehn Frauen wegen ihrer Arbeit als Journalistinnen oder Internet-Bloggerinnen im Gefängnis.

Im Iran nimmt die Unterdrückung der Presse- und Meinungsfreiheit zu. In den letzten Wochen waren immer mehr Journalistinnen von Repressalien und Verfolgungsmaßnahmen betroffen.

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Am 24. August wurde die Journalistin und Bürgerrechtlerin Marzieh Amiri (Bild) von einem Revolutionsgericht in Teheran zu zehneinhalb Jahren Haft und 148 Peitschenhieben verurteilt. Der Grund ist ihre Teilnahme an friedlichen Bürgerprotesten gegen die Unterdrückung und für soziale Gerechtigkeit.

Das Urteil wurde von dem Richter Mohammad Moghisseh gefällt, der für harte Unrechtsurteile gegen politische Gefangene und Menschenrechtler berüchtigt ist. Er ist einer der 82 Funktionäre des Regimes im Iran, gegen die die Europäische Union Einreiseverbote und Vermögenssperren verhängt hat, weil ihnen seit Jahren andauernde schwere Verstöße gegen die Menschenrechte nachgewiesen wurden.

Marzieh Amiri, die für die Zeitung Shargh tätig ist, wurde am 1. Mai 2019 in Teheran während einer friedlichen Kundgebung anlässlich des Internationalen Tages der Arbeit festgenommen. Sie wurde nach ihrer Verhaftung im Trakt 209 des Teheraner Evin-Gefängnisses, der dem Geheimdienst untersteht, festgehalten und sieben Wochen lang verhört. Danach wurde sie in den Frauentrakt des Evin-Gefängnisses verlegt, wo sie weiterhin festgehalten wird.

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Seit dem 3. August ist die Foto-Journalistin Nooshin Jafari, die sich mit kulturellen Themen beschäftigt, in Teheran in Haft. Sie wurde in ihrer Wohnung von Regime- Gardisten verhaftet, während die Wohnung durchsucht und ihre Aufzeichnungen,  Speichermedien und Kameras beschlagnahmt wurden. Die Regime-Justiz wirft ihr „Beleidigung von islamischen Werten“ und „Propaganda gegen den Staat“ vor. Im Gefängnis wird sie unter Druck gesetzt, damit sie sich mit einem falschen Geständnis selbst belastet. Zahlreiche iranische Kulturschaffende und Filmemacher haben gegen ihre Inhaftierung protestiert.

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Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG), die sich weltweit für Informationsfreiheit einsetzt, macht darauf aufmerksam, dass im Iran zurzeit mindestens zehn Frauen wegen ihrer Arbeit als Journalistinnen oder Internet-Bloggerinnen inhaftiert sind. Damit sei der Iran das weltweit größte Gefängnis für Reporterinnen.

Die Organisation sei äußerst beunruhigt über die neue Welle von Verhaftungen im Iran, von denen zunehmend Frauen betroffen sind. ROG hat Javaid Rehman, den UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechtslage im Iran, aufgerufen, sich umgehend für die Freilassung der Journalistinnen einzusetzen.

Der Iran gehört zu den Ländern, wo die Presse- und Informationsfreiheit am schlimmsten verletzt wird. Unter dem Vorwand der nationalen Sicherheit werden Journalisten verfolgt, um eine unabhängige Berichterstattung über die Vorgänge im Land zu verhindern. Das Recht auf Meinungsfreiheit wird systematisch verletzt.

Menschenrechtler fordern die sofortige Freilassung aller, die wegen ihrer journalistischen Arbeit oder der Wahrnehmung ihres Rechts auf Meinungs- und Redefreiheit im Iran inhaftiert sind.

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13. Dezember 2019

Mahnwachen in Europa: Unterdrückung im Iran stoppen! Gefangene freilassen!

Exiliraner und Menschenrechtler machen auf die grausame Unterdrückung der Bürgerproteste im Iran aufmerksam. Sie fordern, dass der UN-Sicherheitsrat die absichtliche Tötung von friedlichen Demonstranten verurteilt und das Teheraner Regime dafür zur Rechenschaft zu zieht.

11. Dezember 2019

EU verurteilt gewaltsame Unterdrückung der Bürgerproteste im Iran

Josep Borrell Fontelles, Außenbeauftragter der EU: "Für die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten ist die weit verbreitete und unverhältnismäßige Anwendung von Gewalt gegen gewaltlose Demonstranten inakzeptabel."

10. Dezember 2019

Menschenrechtskommissarin der UNO wirft dem Teheraner Regime gezielte Tötung von Demonstranten vor

Verheerende Bilanz am Internationalen Tag der Menschenrechte: Mit der blutigen Niederschlagung der Bürgerproteste im November hat die Teheraner Diktatur die Menschenrechte erneut mit Füßen getreten und ihre ganze Menschenverachtung demonstriert.


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