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01. Oktober 2019

Christenverfolgung: Weitere Christen im Iran zu Haftstrafen verurteilt

Das Teheraner Regime verschärft die Unterdrückung der religiösen Minderheiten. Menschenrechtler fordern die sofortige Freilassung aller Gefangenen, die allein deshalb in Haft sind, weil sie von ihrem Menschenrecht auf Religionsfreiheit Gebrauch gemacht haben.

Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen hat die Regime-Justiz im Iran weitere Christen allein wegen ihres Glaubens zu Haftstrafen verurteilt.

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Mohammed Reza Rezaei (Bild links) und Asghar Salehi müssen allein wegen ihres christlichen Glaubens für sechs Monate ins Gefängnis.

Im September wurden in der Stadt Eqlid (südiranische Provinz Fars) drei ehemalige Muslime, die den christlichen Glauben angenommen haben, zu Haftstrafen von jeweils 6 Monaten verurteilt. Das fundamentalistische Regime im Iran kriminalisiert die Verbreitung des Evangeliums als „staatsfeindliche Propaganda“. Asghar Salehi (43), Mohammad Reza Rezaei (35) und ein weiteres Mitglied der christlichen Gemeinde wurden am 22. September über das Urteil informiert.

Asghar Salehi und Mohammad Reza Rezaei wurden im September 2018 zusammen mit vier weiteren Christen verhaftet, als Regime-Gardisten Razzien in ihren Wohnungen durchführten. Asghar Salehi wurde damals 11 Tage lang im Gefängnis festgehalten und verhört. Erst nach Zahlung einer Kaution wurde er vorläufig freigelassen.

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Repressalien gegen Familienangehörige von christlichen Gefangenen

Unterdessen wurde bekannt, dass die Familie des im Iran inhaftierten Pastors Yousef Nadarkhani unter Repressalien leidet.

Die Schulbehörde in der nordiranischen Stadt Rasht, wo die Familie lebt, verweigert den Söhnen des Pastors, Daniel (17) and Yoel (15), die Aushändigung ihrer Schulzeugnisse und verhindert damit ihre weitere Ausbildung. Sie sollen auf diese Weise gezwungen werden, islamischen Religionsunterricht zu besuchen. Die Behörde erkennt ihren christlichen Glauben nicht an, weil die Eltern ehemalige Muslime sind, die zum Christentum konvertiert sind.

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Youcef Nadarkhani (im Bild mit seiner Frau) verbüßt zurzeit eine 10-jährige Haftstrafe im Teheraner Evin-Gefängnis. Er und drei weitere Mitglieder seiner Gemeinde waren im Juli 2017 wegen angeblicher „Gefährdung der Staatssicherheit“ zu jeweils zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der tatsächliche Grund war ihr Übertritt zum Christentum und ihre aktive Mitarbeit in Hausgemeinden. Im Juli 2018 wurden die vier Christen in ihrer Heimatstadt Rasht verhaftet und in das berüchtigte Evin-Gefängnis in Teheran verschleppt.

Die Repressalien und Haftstrafen gegen Christen sind Teil einer Verfolgungskampagne des islamistischen Regimes im Iran, die sich besonders gegen Christen muslimischer Herkunft richtet. Das Regime verschärft – unter Missachtung seiner völkerrechtlichen Verpflichtungen – die Unterdrückung der religiösen Minderheiten. Menschenrechtler fordern die sofortige Freilassung aller Gefangenen, die allein deshalb in Haft sind, weil sie von ihrem Menschenrecht auf Religionsfreiheit Gebrauch gemacht haben.

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Die iranische Frauenrechtlerin Saba Kordafshari befindet sich wegen ihrer friedlichen Menschenrechtsarbeit rechtswidrig im Evin-Gefängnis in Teheran. Unter anderem hat sich die 22-Jährige für die Abschaffung der Verschleierungsgesetze stark gemacht.

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