Menschenrechtsverein


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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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24. Januar 2020

Repression im Iran: Verhaftete Demonstranten freilassen!

Während und nach den friedlichen Protestkundgebungen im Januar wurden zahlreiche Demonstranten verhaftet. Sie werden ohne Kontakt zur Außenwelt in Foltergefängnissen festgehalten. Unter den Gefangenen sind viele Studenten.

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Am 11. und 12. Januar haben tausende Menschen in verschiedenen iranischen Städten gegen die Diktatur demonstriert. Anlass der Proteste war der Abschuss eines ukrainischen Passagierflugzeuges durch Regime-Gardisten kurz nach dem Start vom Teheraner Flughafen. Die Wut der Demonstranten richtete sich jedoch gegen das gesamte politische System. Die Initiative zu den Demonstrationen ging von Studierenden in mehreren Hochschulen des Landes aus. In den Innenstädten schlossen sich dann immer mehr Bürgerinnen und Bürger den Protestmärschen an.

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Teheran, 11. Januar 2020: Regime-Truppen gegen friedliche Demonstranten

Regime-Truppen gingen erneut gewaltsam gegen die friedlichen Proteste vor. Sie schossen mit Gummigeschossen auf Demonstranten, prügelten auf die Menschen ein und setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Es gab zahlreiche Verletzte. Außerdem wurden während und nach den Protestkundgebungen Massenverhaftungen vorgenommen.

Die Verhafteten wurden in Foltergefängnisse gebracht. Einige wurden gegen Zahlung von Kautionen vorläufig freigelassen, aber die meisten werden weiter ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten. Allen stehen Prozesse vor Regime-Gerichten und lange Haftstrafen bevor. Unter den Verhafteten sind zahlreiche Studenten. Hier Beispiele:

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Die 21-jährige Studentin Fatemeh Mohammadi (Bild) wurde am 12. Januar während der Bürgerproteste in Teheran verhaftet. Die ehemalige Muslima hat vor einiger Zeit den christlichen Glauben angenommen und setzt sich mit Veröffentlichungen im Internet für die Rechte der christlichen Minderheit im Iran ein. Die Anglistik-Studentin war wegen ihres Einsatzes für Glaubensfreiheit bereits von November 2017 bis Mai 2018 in Haft und wurde aus diesem Grund von der Universität Teheran vom Studium ausgeschlossen.

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In der nordiranischen Stadt Amol wurde am 12. Januar die Wirtschaftswissenschaftlerin Shora Fekri (Bild) während einer Mahnwache festgenommen. Sie gehörte früher der Studentenvertretung der dortigen Universität an.

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Am 14. Januar wurde Ramtin Movaseghi (Bild), Student der Wirtschaftswissenschaften an der Beheshti-Universität in Teheran, verhaftet. Seine Wohnung wurde von Regime-Gardisten gestürmt und durchsucht.

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Die Studenten Ashkan Valizadeh (Architektur), Salah Gharibi (Veterinär-Medizin) und Nabi Tardast (Soziologie) wurden am 12. Januar in der westiranischen Stadt Kermanschah während der dortigen Bürgerproteste festgenommen.

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Am 12. Januar wurde der Jura-Student Mohammad Amin Hosseini (Bild) während einer Protestkundgebung in der nordiranischen Stadt Gorgan verhaftet.

Die Machthaber im Iran hetzen in ihren Propaganda-Medien gegen die Demonstranten und verleumden sie willkürlich und pauschal als „vom Ausland gesteuerte Unruhestifter und Kriminelle“. Die Regime-Justiz hat mehrfach damit gedroht, dass festgenommene Demonstranten mit schweren Strafen bis hin zur Todesstrafe rechnen müssen.

Menschenrechtsgruppen setzen sich dafür ein, dass die internationale Staaten-Gemeinschaft wirksame Maßnahmen ergreift, damit die Regime-Gewalt gegen friedliche Demonstranten im Iran ein Ende hat. Alle Gefangenen, die allein wegen ihrer Teilnahme an Bürgerproteten festgehalten werden, müssen unverzüglich freigelassen werden.

mehr Informationen zur Unterdrückung der Bürgerproteste vom Januar 2020



04. August 2020

Verletzungen der Religionsfreiheit: Iranische Christen in Bedrängnis

Mit andauernden Bestrafungen und Inhaftierungen verletzt das Regime im Iran das Menschenrecht der Christen auf Religionsfreiheit und bringt sie in Lebensgefahr, da COVID-19 in den überfüllten iranischen Gefängnissen grassiert, wo es keine Schutzmaßnahmen für die Gefangenen gibt.

01. August 2020

Iran: Neue Todesurteile gegen Demonstranten und Proteste gegen die Todesstrafe

Um weitere Bürgerproteste zu verhindern, verschärft das Teheraner Regime die Repression, indem es seine Hinrichtungsdrohungen gegen politische Gefangene wahrmacht. Im Iran und weltweit formieren sich neue Proteste gegen die Todesstrafe.

27. Juli 2020

Internationale Kampagne für iranische Menschenrechtlerin: Narges Mohammadi freilassen!

Narges Mohammadi zeigt Symptome einer Covid-19-Erkrankung. Das Teheraner Regime bringt ihre Gesundheit und ihr Leben in Gefahr, weil es ihr die Gesundheitsversorgung verweigert und sie unter unmenschlichen Bedingungen in Haft hält.


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