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Hunderte Familienangehörige, darunter zahlreiche ältere Menschen, sind im Iran allein wegen familiärer Kontakte zu den in Ashraf und Camp Liberty lebenden iranischen Oppositionellen in Haft.
Kobra Banazadeh-Amirkhizi (Bild) ist seit Januar 2009 im Teheraner Evin-Gefängnis in Haft. Wegen ihrer Gegnerschaft zur fundamentalistischen Diktatur wird die Familie Banazadeh-Amirkhizi seit Jahren im Iran verfolgt. Die Tochter und der Sohn von Kobra Banazadeh-Amirkhizi haben in Ashraf im Irak Zuflucht gefunden.
Kobra Banazadeh-Amirkhizi (58) wurde am 16. Januar 2009 auf dem Teheraner Flughafen verhaftet, als sie in den Irak fliegen wollte, um in Ashraf ihre Tochter und ihren Sohn zu besuchen. Am 11. Mai 2009 wurde sie wegen ihres Kontakts zu ihren Kindern, die der Oppositionsbewegung PMOI angehören, zu fünf Jahren Haft verurteilt.
In der Haft verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand durch die Verhöre und Misshandlungen. Sie wurde mit Kabeln auf den Kopf und ins Gesicht geschlagen. Auf einem ihrer Augen ist sie nach Blutungen bereits erblindet. Eine angemessene ärztliche Versorgung wird der Gefangenen verweigert. Ihr droht, ihre Sehkraft auch auf dem anderen Auge gänzlich zu verlieren.
Hunderte Familienangehörige, darunter zahlreiche alte Menschen, sind im Iran allein wegen familiärer Kontakte zu den iranischen Oppositionellen, die in Ashraf und Camp Liberty im Irak leben, in Haft. Sie wurden zu hohen Haftstrafen oder zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung der bekannten politischen Gefangenen Ali Saremi, Jafar Kazemi und Mohammad Ali Haj Aghaei sind Beispiele für die Grausamkeit, mit der das Teheraner Regime gegen Familienangehörige der Exiliraner in Ashraf vorgeht.
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Zunehmende Hinrichtungen zur Einschüchterung der Bevölkerung im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen
Deutscher Bundestag: SPD-Fraktion fordert die Bundesregierung auf, Menschenrechtsverletzungen im Iran bilateral und auf internationaler Ebene zu thematisieren und sich "konsequent für die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses" einzusetzen.