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11. September 2020

Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung fordert Stopp der Hinrichtung von Navid Afkari

Bärbel Kofler: "Ich bin entsetzt über den Fall von Navid Afkari und seinen zwei Brüdern. Mal wieder sind drei junge Menschen in Iran zu drakonischen Strafen verurteilt worden, weil sie gegen die Regierung protestierten."

Um die Bevölkerung einzuschüchtern und neue Bürgerproteste zu verhindern, hat die Regime-Justiz in der südiranischen Stadt Shiraz den Sportler Navid Afkari zum Tode und zwei seiner Brüder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, weil sie an Demonstrationen gegen die Diktatur teilgenommen haben.

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Der 27-jährige Navid Afkari ist in akuter Hinrichtungsgefahr.

Im Iran und weltweit setzen sich tausende Menschen gegen die Unrechtsurteile ein und fordern den Stopp der Hinrichtung von Navid Afkari. Auch die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung im Auswärtigen Amt, Dr. Bärbel Kofler, sprach sich gegen die Hinrichtung aus. In einer Pressemitteilung vom 10. September 2020 heißt es dazu u.a.:

„Ich bin entsetzt über den Fall von Navid Afkari und seinen zwei Brüdern. Mal wieder sind drei junge Menschen in Iran zu drakonischen Strafen verurteilt worden, weil sie gegen die Regierung protestierten.

Ich appelliere an die Verantwortlichen in Iran, die Todesstrafe gegen Navid Afkari auszusetzen und ihm, wie auch seinen Brüdern Vahid und Habib, ein faires Gerichtsverfahren zu ermöglichen, das rechtsstaatlichen Grundsätzen entspricht. Dazu gehört, dass Geständnisse nicht unter Folter erzwungen werden!

Diese Fälle zeigen, dass sich die Menschenrechtslage in Iran stetig verschlechtert und auch immer weiter hinter den selbst eingegangen internationalen Verpflichtungen zurückfällt.

Die Bundesregierung lehnt die Todesstrafe als eine grausame und unmenschliche Art der Bestrafung unter allen Umständen ab. Gemeinsam mit unseren EU-Partnern setzen wir uns seit Jahren intensiv für eine Abschaffung der Todesstrafe weltweit ein.“

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