Menschenrechtsverein


Sprungmarken

Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Aktuelles-500
11. Januar 2021

COVID-19 im Iran: Teheraner Regime verletzt das Recht der Bevölkerung auf Leben und Gesundheit

Das vom Teheraner Regime verhängte Importverbot für Corona-Impfstoffe aus den USA und Großbritannien wird von Menschenrechtlern im Iran und weltweit scharf kritisiert. Das Regime, so Amnesty International, müsse damit aufhören, seine internationalen Menschenrechtsverpflichtungen schamlos zu ignorieren, indem es der iranischen Bevölkerung das Recht auf Schutz vor dem Coronavirus vorsätzlich verweigert.

Iran-Covid-300

Der Iran ist das von der Corona-Pandemie am schwersten betroffene Land im Nahen Osten.

Menschenrechtler protestieren gegen das vom Teheraner Regime verhängte Verbot, US-amerikanische und britische Corona-Impfstoffe in den Iran einzuführen. Am 8. Januar hatte der oberste Regime-Führer Khamenei das Verbot im iranischen Staatsfernsehen bekanntgegeben. Der Rote Halbmond sagte daraufhin umgehend die Bestellungen für 150.000 Impfdosen von Biontech und Pfizer ab. Das Einfuhrverbot sorgt in den persisch-sprachigen sozialen Netzwerken für anhaltende Empörung.

Amnesty International erklärte dazu, dieses Verbot sei bezeichnend für die jahrzehntelange Missachtung der Menschenrechte, darunter des Rechts auf Leben und Gesundheit, durch das Regime im Iran. Jeder Mensch habe das Recht, vor COVID-19 geschützt zu werden, und auf ihre Sicherheit und Wirksamkeit geprüfte Impfstoffe würden eine Schlüsselrolle bei diesen Bemühungen spielen.

Der oberste Regime-Führer, so Amnesty International, spiele mit dem Leben von Millionen Menschen, indem er der Politik Vorrang vor der Gesundheit der Bevölkerung einräume. Das Regime müsse damit aufhören, seine internationalen Menschenrechtsverpflichtungen schamlos zu ignorieren, indem es der iranischen Bevölkerung das Recht auf Schutz vor dem Coronavirus vorsätzlich verweigert.

Auch ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte, es sei an der Zeit, politische Ansichten zurückzustellen, und dafür zu sorgen, dass Impfstoffe zu den Menschen gelangen, die sie brauchen.

Der Iran ist das von der Corona-Pandemie am schwersten betroffene Land im Nahen Osten. Zuverlässige Untersuchungen von Medizinern und Menschenrechtlern belegen, dass das Teheraner Regime die Öffentlichkeit seit Beginn der Pandemie bewusst in die Irre führt und die tatsächlichen Zahlen der Infizierten und Todesfälle vertuscht. Recherchen zeigen, dass dreimal so viele Menschen im Iran an COVID-19 gestorben sind, wie in den Regime-Statistiken angegeben. Während die Machthaber die katastrophale Lage weiter herunterspielen, gerät die Pandemie im Iran immer mehr außer Kontrolle.

Die überfüllten Gefängnisse im Iran sind zu Infektionsherden geworden. Die Gefangenen werden unter menschenunwürdigen sanitären und humanitären Bedingungen schutzlos dem Coronavirus ausgesetzt und damit zusätzlich bestraft. Die Pandemie wird als Unterdrückungsinstrument missbraucht. Zahlreiche Gefangene sind an COVID-19 erkrankt. Ihnen wird die notwendige medizinische Versorgung verweigert.

mehr Informationen



25. Oktober 2021

Verletzungen der Religionsfreiheit im Iran: Christen in Bedrängnis

Mit der systematischen Verfolgung von Christen verletzt das Regime im Iran das Menschenrecht auf Religionsfreiheit. Menschenrechtler fordern die sofortige Freilassung aller Häftlinge, die allein wegen ihres Glaubens zu Unrecht in Gefangenschaft sind.

22. Oktober 2021

Politische Gefangene im Iran: Atena Daemi ist seit sieben Jahren zu Unrecht in Haft

Menschenrechtsorganisationen rufen die internationale Gemeinschaft auf, sich für die Freilassung von Atena Daemi einzusetzen. Durch konstruierte Anklagen und Willkürurteile wird ihre Haftstrafe immer wieder verlängert, weil sie ihre Proteste gegen Menschenrechtsverletzungen fortsetzt. Sie wird in einem Provinzgefängnis unter menschenunwürdigen Haftbedingungen festgehalten.

18. Oktober 2021

Internationale Kampagne: Teheraner Regime wegen Völkerrechtsverbrechen zur Verantwortung ziehen!

"Der neue iranische Präsident, Ebrahim Raisi, wird von Menschenrechtsorganisationen angeklagt, in allen seinen Funktionen Mord und Folter legitimiert und Vollstreckungen angeordnet zu haben. Deshalb ist er in den Sanktionslisten der USA und der Europäischen Union aufgeführt. Das umfasst auch vom Staat erteilte Mordaufträge. Amnesty International fordert vor diesem Hintergrund dringend die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens gegen Raisi." (aus dem Berliner Tagesspiegel)


Weitere Meldungen ..

Sprungmarken