Menschenrechtsverein


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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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19. Januar 2021

Beauftragter der Bundesregierung fordert Religionsfreiheit im Iran

Im Iran sind religiöse Minderheiten schwersten Verletzungen ihrer Menschenrechte ausgesetzt. Auch inmitten der Corona-Pandemie werden sie zunehmend Opfer staatlicher Hetze, Diskriminierung und Verfolgung. Der Beauftragte der Bundesregierung für Religionsfreiheit, Markus Grübel, fordert insbesondere Schutz für die Glaubensgemeinschaft der Bahai.

Anlässlich des Weltreligionstages am 17. Januar hat der Beauftragte der Bundesregierung für Religionsfreiheit, Markus Grübel, die Achtung der Rechte von religiösen und weltanschaulichen Minderheiten im Iran eingefordert.

Das Regime im Iran müsse die Bahai als religiöse Gemeinschaft anerkennen. Auch Christen, Juden, Zoroastrier und andere Gemeinschaften sollten ihren Glauben in dem Land frei leben können, so erklärte Grübel laut einer Meldung der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

"Die Kriminalisierung von Konversion, auf die die Todesstrafe droht, muss abgeschafft werden", verlangte der Beauftragte der Bundesregierung. Religions- und Weltanschauungsfreiheit sei ein universelles Recht, das für jeden Menschen gleichermaßen gelte.

Die Glaubensgemeinschaft der Bahai, so Grübel, sei im Iran Diskriminierung und systematischer Verfolgung durch die Regierung ausgesetzt. Anders als Juden, Christen und Zoroastrier würden sie nicht anerkannt. Die Bahai dürften ihren Glauben nicht öffentlich leben und litten unter willkürlichen Verhaftungen und Folter. Bildungseinrichtungen und Gebetshäuser würden oftmals angegriffen oder gar zerstört.

Durch die Corona-Pandemie habe sich die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Diskriminierung noch einmal verschärft. Die Bahai berichteten von zunehmenden Verhaftungen, Vertreibungen und Enteignungen von Grundbesitz.

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Bahai-Teheran-300

Unterdessen wurde bekannt, dass ein Regime-Gericht in Teheran neun Angehörige der Bahai-Gemeinde (Bild) Anfang Januar allein wegen ihres Glaubens zu jeweils einem Jahr Haft verurteilt hat. Dabei handelt es sich um Houman Khoshnam, Elham Salmanzadeh, Payam Sha’bani, Kianoush Salmanzadeh, Soruosh Agahi, Parvan Ma’navi, Jamileh Pakrou, Peyman Ma’navi und Neda Shabani. Ihnen wird vom Regime vorgeworfen, durch ihre Glaubenszugehörigkeit „Propaganda gegen den Staat“ zu betreiben.

Ende Dezember hatte ein Regime-Gericht in der südiranischen Stadt Bandar Abbas acht Angehörige der dortigen Bahai-Gemeinde zu Gefängnisstrafen verurteilt. Omid Afaghi, Mehrallah Afshar, Nasim Ghanavatian, Mahnaz Jannesar, Arash Rasekhi und Maral Rasti wurden mit jeweils zwei Jahren Haft bestraft, während Farhad Ameri and Adib Haghpajooh jeweils einjährige Gefängnisstrafen erhielten.

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03. Dezember 2021

Iran: Studenten droht Todesstrafe

Amnesty International fordert, dass Ali Younesi und Amirhossein Moradi, die nur aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen Verbindungen ihrer Angehörigen zu oppositionellen Gruppen festgehalten werden, unverzüglich und bedingungslos freigelassen werden.

01. Dezember 2021

Internationale Proteste: Hinrichtungen von Minderjährigen im Iran stoppen!

Mit der Hinrichtung des jungen Gefangenen Arman Abdolali hat das Regime im Iran erneut das Völkerrecht gebrochen, das ausnahmslos und strikt die Anwendung der Todesstrafe gegen Minderjährige verbietet. Die Hinrichtung wurde weltweit verurteilt.

29. November 2021

UNO-Resolution fordert Ende der Straflosigkeit für Menschenrechtsverletzungen im Iran

UNO: Im Iran sind inhaftierte Demonstranten und andere politische Gefangene exzessiver Gewaltanwendung, willkürlicher Gefangenschaft, Folter und anderer grausamer Misshandlungen zur Erzwingung von Geständnissen ausgesetzt. Die Anzahl der Todesurteile und Hinrichtungen im Iran ist alarmierend hoch.


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