Menschenrechtsverein


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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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21. Dezember 2021

Christen im Iran brauchen den Schutz und die Unterstützung der Weltgemeinschaft

Anlässlich des Weihnachtsfestes rufen wir zu Solidarität mit den Christen im Iran auf, die trotz Verfolgung und Repressalien an ihrem Glauben festhalten und ihr Recht auf Religionsfreiheit verteidigen.

Das Teheraner Regime gehört zu den schlimmsten Christenverfolgern der Welt. Zahlreiche Christen sind im Iran allein wegen ihres Glaubens in Haft. Das Land gehört für Christen zu den zehn gefährlichsten Ländern weltweit. Wer sich vom Islam abwendet, muss mit extremer Verfolgung durch das Regime rechnen. Viele iranische Christen waren gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen.

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Die wenigen persischsprachigen Kirchen, die es im Iran noch gibt, werden streng überwacht und dürfen weder Besucher noch neue Mitglieder aufnehmen. Die Kirchen ethnischer Minderheiten dürfen Gottesdienste nur in ihrer eigenen Sprache durchführen. Daher sind alle anderen persischsprachigen Christen, insbesondere ehemalige Muslime, die den christlichen Glauben angenommen haben, gezwungen, sich in ihren Häusern zum Gottesdienst zu treffen. Das Regime sieht solche Treffen jedoch als „Gefährdung der Staatssicherheit“ und verfolgt die Christen mit Schikanen, Razzien, Verhaftungen, Geld- und Gefängnisstrafen.

Zur Weihnachtszeit spitzt sich die Christenverfolgung im Iran immer zu. Alle, die sich in Hauskirchen zu weihnachtlichen Gottesdiensten versammeln, müssen Razzien, Verhaftungen und schwere Bestrafungen befürchten. Davon sind vor allem die Menschen, die vom Islam zum Christentum konvertiert sind und auf ihrem Recht auf Religionsfreiheit bestehen, betroffen.

Trotz schlimmster Unterdrückung widersetzen sich die Christen im Iran standhaft dem Druck durch das Regime, das sie zwingen will, ihren Glauben zu ändern. Zu den Christen, die ihr Menschenrecht auf Glaubensfreiheit trotz Verfolgung und Bedrängnis verteidigen, gehört Saheb Fadaie aus der nordiranischen Stadt Rasht.

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Saheb Fadaie mit seiner Frau Marjan and seiner 15-jährigen Tochter Martha

Der ehemalige Muslim Saheb Fadaie wird seit Jahren verfolgt, weil er den christlichen Glauben angenommen hat. Er hat in Rasht eine Hausgemeinde geleitet. Im Mai 2016 wurde Saheb bei einer Razzia in seiner Gemeinde verhaftet und gefoltert, damit er seinen christlichen Glauben widerruft. Er weigerte sich jedoch und wurde zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Seit mehr als drei Jahren, wird er im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten, weit weg von seiner Heimatstadt.

Im November 2020 wurde Saheb im Gefängnis zusätzlich mit 80 Peitschenhieben bestraft. Auspeitschungen gehören zu den grausamen, unmenschlichen und entwürdigenden Strafen, die nach dem Völkerrecht verboten sind. Die Anwendung solcher Strafen ist bezeichnend für die schockierende Missachtung menschlicher Grundwerte durch die Machthaber im Iran.

Saheb Fadaie hat trotz aller Misshandlungen seinen Mut nicht verloren und appelliert aus dem Gefängnis heraus immer wieder an die Weltgemeinschaft, den bedrängten Christen im Iran zu helfen.

Wir rufen die internationale Gemeinschaft zum Einsatz für die im Iran verfolgten Christen auf. Weltweite Aufmerksamkeit und massiver öffentlicher Druck sind dringend notwendig, um die Christenverfolgung im Iran zu stoppen. Die UNO, Regierungen und Parlamente weltweit müssen mit allem Nachdruck gegen die brutale Unterdrückung in dem Land vorgehen. Beziehungen zum iranischen Regime müssen von der Einhaltung der Menschenrechte abhängig gemacht werden. Abschiebungen von Asylsuchenden, die konvertierte Christen sind, in den Iran müssen gestoppt werden, da ihnen dort ernste Gefahren für Leib und Leben drohen.

mehr Informationen zur Christenverfolgung im Iran



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Laut Amnesty International benutzen die Machthaber im Iran "das Leben von Ahmadreza Djalali als Spielball in einem grausamen politischen Spiel und drohen mit seiner Hinrichtung als Vergeltung für die Nichterfüllung ihrer Forderungen." Amnesty fordert, dass "alle Vertragsstaaten des Übereinkommens gegen Geiselnahme dringend zusammenarbeiten, um den Iran zur Rechenschaft zu ziehen und die Verhinderung, strafrechtliche Verfolgung und Bestrafung solcher Geiselnahmen zu gewährleisten".

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