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09. Juli 2022

Hinrichtungsregime im Iran: Mehr als 250 Gefangene seit Anfang des Jahres hingerichtet

Menschenrechtler rufen die UNO und die Europäische Union auf, wirksame Maßnahmen gegen die zunehmenden Hinrichtungen im Iran zu ergreifen. Durch massiven internationalen Druck muss erreicht werden, dass die Exekutionen in den iranischen Gefängnissen gestoppt werden.

Menschenrechtsgruppen schlagen Alarm: Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 wurden in iranischen Gefängnissen mehr als 250 Häftlinge hingerichtet. Damit hat sich die Zahl der Hinrichtungen im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres verdoppelt. Die Dunkelziffer liegt mit großer Wahrscheinlichkeit noch höher. Allein im Mai und Juni 2022 wurden mindestens 140 Menschen hingerichtet. In diesen Monaten gab es in vielen iranischen Städten massive Bürgerproteste gegen das Regime, worauf die Machthaber mit Repression und Hinrichtungen reagierten.

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Mahnwache in Berlin: Exiliraner und Menschenrechtler fordern den Stopp der Hinrichtungen im Iran.

Unter den seit Anfang 2022 registrierten Hinrichtungsopfern waren sechs Frauen und 67 Angehörige der ethnischen Minderheit der Belutschen. Diese Volksgruppe lebt vorwiegend in der südostiranischen Provinz Sistan-Belutschistan, die als Armenhaus des Landes gilt. Die Belutschen werden wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit und ihres sunnitischen Glaubens vom Teheraner Regime diskriminiert, verfolgt und unter fadenscheinigen Vorwänden zu schweren Strafen verurteilt.

Die Todesstrafe ist eine grausame und unmenschliche Strafe, die gegen das Grundrecht des Menschen auf Leben und Würde verstößt. Während weltweit immer mehr Länder die Todesstrafe abschaffen, setzt die Teheraner Diktatur ihre grausame Hinrichtungspraxis fort. Im Iran sind Hinrichtungen ein Mittel zur Unterdrückung der Bevölkerung.

Auch der UNO-Generalsekretär zeigt sich in seinem jüngsten Bericht zur Menschenrechtslage im Iran tief besorgt über die Hinrichtungen unter dem Teheraner Regime. Bei der Vorstellung des Berichts wies die stellvertretende Hochkommissarin für Menschenrechte, Nada al-Nashif, am 21. Juni auf die zunehmenden Hinrichtungen hin. 2020 waren es im Iran nach ihren Angaben etwa 260 Hinrichtungen, im vergangenen Jahr mindestens 310. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2022 wurden nach den UN-Angaben mehr als 100 Exekutionen verzeichnet.

Zwischen dem 1. Januar und dem 20. März dieses Jahres seien "mindestens 105 Menschen" im Iran hingerichtet worden, sagte al-Nashif. Zwischen August 2021 und März 2022 seien überdies mindestens zwei Minderjährige exekutiert worden. Mindestens 85 in den iranischen Todestrakten inhaftierten Minderjährigen drohe die Hinrichtung.

Menschenrechtler haben die UNO und die Europäische Union aufgerufen, wirksame Maßnahmen gegen die zunehmenden Hinrichtungen im Iran zu ergreifen. Durch massiven internationalen Druck muss erreicht werden, dass die Hinrichtungen in den iranischen Gefängnissen gestoppt werden. Das Teheraner Regime muss für seine völkerrechtswidrige Hinrichtungspraxis auf internationaler Ebene zu Verantwortung gezogen werden.

mehr Informationen:
Iran: Todesstrafe als politisches Unterdrückungsinstrument



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Farangis Mazloum ist nicht bereit, die Menschenrechtsverletzungen im Iran zu verschweigen. Deshalb wurde sie von der Regime-Justiz zu 18 Monaten Haft verurteilt und im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert. Ihr Gesundheitszustand ist kritisch.

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Iran: Entsetzliche Hinrichtungswelle muss gestoppt werden!

Amnesty International: "Im ersten Halbjahr 2022 ließen die iranischen Behörden im Durchschnitt mindestens eine Person pro Tag hinrichten. Die Staatsmaschinerie führt im ganzen Land massenhaft Tötungen durch und tritt dabei das Recht auf Leben mit Füßen."

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Berlin: Großkundgebung für Menschenrechte im Iran

Aufruf an die Weltgemeinschaft: Menschenrechte verteidigen! Hinrichtungen stoppen! Straflosigkeit für Völkerrechtsverbrechen beenden!


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