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Nach dem Angriff irakischer Truppen auf ein Lager von Exiliranern nördlich von Bagdad haben Juristen aus Europa und den USA der Regierung in Bagdad Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.
Bei einer Pressekonferenz in Paris präsentierten sie am Dienstag Bilder und Videoaufnahmen, die von dem Angriff auf das Lager Aschraf am 28. Juli stammen. Dort leben ca. 3500 Exiliraner, die der iranischen Oppositionsbewegung Volksmudschaheddin angehören. Das Teheraner Regime verlangt die Auflösung des Lagers und die Zwangsabschiebung der dort lebenden iranischen Oppositionellen in den Iran.

Die Bilder zeigen, wie Uniformierte brutal gegen Menschen vorgehen. Die in einem Komitee organisierten Juristen fordern ein Eingreifen der Vereinten Nationen und der EU in den Konflikt. Bei dem Angriff auf das rund 80 Kilometer nördlich von Bagdad gelegene Lager waren Ende Juli nach Angaben der Lagerbewohner neun Menschen ums Leben gekommen.
Unterdessen hat Amnesty International die irakische Regierung aufgefordert, unverzüglich eine Untersuchung der Vorgänge in Ashraf einzuleiten, insbesondere der von den irakischen Truppen angewandten exzessiven Gewalt bei der Erstürmung des Lagers und der Vorwürfe, dass die 36 festgenommenen Exiliraner gefoltert worden seien.
Amnesty International forderte erneut, dass den Gefangenen Zugang zu medizinischer Versorgung und zu Rechtsanwälten gewährt wird. Die Exiliraner dürften nicht willkürlich festgehalten und keinesfalls in den Iran abgeschoben werden, wo ihnen Folter und Hinrichtung drohen.
Amnesty International hat weltweit zur Unterstützung dieses Appells aufgerufen und dazu eine Online Petition geschaltet.
Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
nach Agenturmeldungen
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