Menschenrechtsverein


Sprungmarken

Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Aktuelles-500
17. Juni 2017

Menschenrechtsaktivist im Iran: Gefangenschaft um ein Jahr verlängert

Die Verlängerung seiner Haft ist eine von zahlreichen Repressalien, die Navid Khanjani in den letzten Jahren erleiden musste. Trotz gesundheitlicher Probleme wurde dem Menschenrechtsaktivisten, der der Religionsgemeinschaft der Baha’i angehört, seit 2012 nie eine Haftunterbrechung gewährt.

Khanjani-Navid-150Der iranische Menschenrechtsaktivist Navid Khanjani (Bild) befindet sich seit 2012 im berüchtigten Rajai-Shahr-Gefängnis in der Stadt Karaj (nahe Teheran) in Haft. Der 30jährige Gefangene gehört der Religionsgemeinschaft der Baha’i an und wurde im Jahre 2010 allein wegen seines Glaubens und seiner menschenrechtlichen Aktivitäten mit insgesamt 12 Jahren Gefängnis bestraft. Er hat Berichte über Menschenrechtsverletzungen im Iran ins Ausland geschickt und war in mehreren Menschenrechtsgruppen aktiv.

Nach iranischem Strafrecht müsste der Gefangene nach Verbüßung von fünf Jahren Haft freigelassen werden. Navid Khanjanis Freilassung war für den 6. Juni angesetzt. Am selben Tag wurde jedoch von der Justiz angeordnet, dass der Gefangene in Haft bleiben und eine weitere, einjährige Gefängnisstrafe verbüßen muss. Dies ist eine von zahlreichen Repressalien, die Navid Khanjani in den letzten Jahren erleiden musste. Trotz gesundheitlicher Probleme wurde ihm seit 2012 nie eine Haftunterbrechung gewährt.

Die einjährige Haftstrafe bezieht sich auf eine menschenrechtliche Hilfsaktion von Navid Khanjani und anderen regimekritischen Aktivisten aus den Jahre 2012. Damals hatten die Aktivisten humanitäre Hilfe für Erdbebenopfer in der westiranischen Provinz Ost-Azarbaidjan geleistet. Da das Teheraner Regime keine privaten menschenrechtlichen Aktivitäten duldet, wurden die Aktivisten damals festgenommen und bestraft.

Navid Khanjani, der wegen seines Baha’i-Glaubens vom Studium ausgeschlossen wurde, ist Mitbegründer des Vereins "Gegen Diskriminierung im Bildungswesen". Der Verein setzt sich für ein Recht auf Bildung für diejenigen ein, die aufgrund ihrer ethnischen Herkunft oder ihrer religiösen Überzeugung von Studium ausgeschlossen werden. Durch seine Arbeit hat Navid Khanjani erheblich dazu beigetragen, dass das Thema Diskriminierung im Bildungswesen im Iran mehr Aufmerksamkeit erfuhr.

mehr Informationen



11. Dezember 2017

Veranstaltung in Paris: Hinrichtungen im Iran stoppen! Straflosigkeit für Menschenrechtsverletzungen beenden!

Aufruf zum internationalen Einsatz für die Menschenrechte im Iran: Die Straflosigkeit für frühere Menschenrechtsverbrechen hat dazu geführt, dass Hinrichtungen bis heute ein Instrument des Regime-Terrors gegen die Bevölkerung im Iran geblieben sind.

08. Dezember 2017

Internationaler Tag der Menschenrechte: Menschenrechtsverteidiger im Iran schützen!

Menschenrechtsverteidiger im Iran brauchen den Schutz der Weltgemeinschaft, damit sie ohne Repressalien und Bestrafungen ihre wichtige Arbeit fortsetzen und mit internationalen Menschenrechtsorganisationen zusammenarbeiten können.

05. Dezember 2017

Sorge um im Iran inhaftierte Britin Nazanin Zaghari-Ratcliffe

Bericht von euronews: Der Ehemann der im Iran inhaftierten Britin Nazanin Zaghari-Ratcliffe macht sich große Sorgen um seine Frau, denn am 10. Dezember wird sie in Teheran erneut vor Gericht gestellt, und in den iranischen Staatsmedien läuft zurzeit eine aggressive Propagandakampagne gegen die Gefangene.


Weitere Meldungen ..

Sprungmarken