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Zehntausende demonstrierten in verschiedenen iranischen Städten für Freiheit und Demokratie. Hunderte Demonstranten wurden von Regimetruppen niedergeknüppelt.
Die iranische Opposition hat den „Jerusalem-Tag“ am Ende des Fastenmonats Ramadan zu neuen Massenprotesten gegen das Regime genutzt. Ungeachtet eines Verbots regierungsfeindlicher Demonstrationen protestierten zehntausende Regimegegner am Freitag gegen die Diktatur. Bei den größten Kundgebungen der Opposition im Iran seit zweieinhalb Monaten riefen die Demonstranten "Freiheit, Freiheit“ sowie "Nieder mit dem Diktator“.

Allen Drohungen von regierungsnahen Milizen und Sicherheitskräften zum Trotz trugen die Demonstranten wieder grüne T-Shirts oder grüne Armbänder, um sich als Anhänger der Opposition kenntlich zu machen. „Nicht Gaza oder Libanon - unser Leben liegt im Iran“, lautete an anderer Slogan. Dies war ein weiterer Protest gegen die Regierung, die am sogenannten Jerusalem-Tag stets die Solidarität mit den Palästinensern in den Mittelpunkt stellt.
"Lasst die politischen Gefangenen frei"
An mehreren Orten in Teheran und außerhalb der iranischen Hauptstadt kam es zu Gewalt gegen die versammelten Anhänger der Opposition. Auf dem Haft-e-Tir-Platz in der Hauptstadt seien Demonstranten angegriffen worden, berichteten Augenzeugen. Die Menge rief "Lasst die politischen Gefangenen frei" und "Keine Angst, wir sind alle zusammen".

Am Rande der Kundgebungen kam es im Zentrum von Teheran Augenzeugen zufolge zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Oppositionellen. Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas gegen Demonstranten vor, die ihrerseits Steine warfen. Dabei sollen erneut Regierungsgegner festgenommen worden sein. Die Zahlen über die Verhaftungen schwanken, jedoch ist davon auszugehen, dass mindestens 20 Menschen festgenommen wurden, hinzu kommen hunderte junge Oppositionelle, die geschlagen, gestoßen und niedergeknüppelt wurden.

Ähnliche Berichte gab es aus dem nördlichen Tabris und aus Isfahan im Zentrum des Landes, wo die Regime-Miliz ebenfalls gegen Oppositionsanhänger vorging. Im Internet wurden Fotos von verletzten Demonstranten veröffentlicht. Zusammenstöße wurden auch aus der südiranischen Stadt Schiras gemeldet.
Die Opposition hält die Wiederwahl von Ahmadinedschad im Juni d. J. für illegitim. Aus ihrer Sicht wurde der Präsident nur dank Wahlmanipulation im Amt bestätigt.
nach Agenturmeldungen
Fünf Frauen unter den Hinrichtungsopfern - Menschenrechtler fordern wirksame Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft, um die Hinrichtungswelle im Iran zu stoppen.
Die Mordaufrufe sind bezeichnend für die Methoden, mit denen die Teheraner Diktatur auch im Exil lebende Oppositionelle verfolgt.
Hunderte Familienangehörige, darunter zahlreiche ältere Menschen, sind im Iran allein wegen familiärer Kontakte zu den in Ashraf und Camp Liberty lebenden iranischen Oppositionellen in Haft.