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Der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, hat die USA und den Irak aufgerufen, die Bewohner des irakischen Flüchtlingslagers Ashraf vor Gewalt und Menschenrechtsverletzungen zu schützen.
Beide Staaten seien verpflichtet, die Rechte der Exiliraner in dem Camp zu schützen, erklärte das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche am Sonntag auf seiner Website. Williams rief zur Entsendung eines UN-Beobachterteams in das Lager auf.
Die irakische Regierung hat erst zu Beginn des Jahres von den US-Streitkräften die Verantwortung für die Provinz Dijala übernommen, in der Camp Aschraf liegt. Sie möchte das Lager am liebsten schließen und damit einer Forderung des Teheraner Regimes nachkommen, das die Zwangsabschiebung der Exiliraner in den Iran fordert. Ende Juli stürmten die irakischen Sicherheitskräfte das Lager; dabei wurden elf Flüchtlinge getötet und hunderte verletzt.
Der Erzbischof erklärte, die Lage in Ashraf und die Tatsache, dass die 36 im Juli festgenommenen Exiliraner immer noch nicht auf freien Fuß gesetzt wurden, stellten ein humanitäres Problem von großer Dringlichkeit dar.
nach Agenturmeldungen
Günter Verheugen: "Wir erwarten von den Vereinten Nationen und dem UN-Sonderbeauftragten Martin Kobler, dass sie sich nicht dem Druck der irakischen Regierung beugen und dass sie sich in dieser Frage nicht neutral verhalten. Sie haben Partei zu ergreifen für diejenigen, deren Leben und Freiheit auf dem Spiel stehen."
Die Mitgliedsländer des Europarats werden aufgerufen, positiv über die Aufnahme von iranischen Oppositionellen aus Ashraf zu entscheiden.
"Es ist die Pflicht der UNO, die wehrlosen Menschen in Ashraf zu schützen und ihre sichere Ausreise in westliche Länder zu ermöglichen."