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Über 1000 Regimegegner wurden nach Angaben von Menschenrechtlern seit den jüngsten Protestdemonstrationen verhaftet.
Die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Navi Pillay, zeigte sich entsetzt über das Vorgehen gegen Demonstranten im Iran. Die vorliegenden Informationen zeugten von einer maßlosen Gewalt der Sicherheitskräfte und der Bassidsch-Milizionäre, erklärte die südafrikanische Juristin am Mittwoch in Genf. Sie sei „schockiert über diese Häufung von Todesfällen, Verletzungen und Verhaftungen“. Pillay rief die Regierung in Teheran auf, den Menschen das Recht auf friedliche Proteste zuzugestehen.

Seit den jüngsten Protestdemonstrationen wurden im Iran nach Angaben von Menschenrechtlern mehr als 1000 Regimegegner verhaftet, darunter zahlreiche Journalisten, Frauenrechtlerinnen, Bürger- und Menschenrechtsaktivisten. Der iranische Polizeichef General Ismail Ahmadi Moghaddam gab am Mittwoch bekannt, dass nach den jüngsten Demonstrationen schon mehr als 500 Oppositionsanhänger verhaftet wurden. Zugleich räumte er ein, dass die Zahl noch höher sein könnte, da Mitglieder der Bassidsch-Miliz sowie Geheimdienstagenten von sich aus weitere Festnahmen vorgenommen haben könnten.
Gleichzeitig drohte der Polizeichef den Regierungsgegnern ein weitaus härteres Durchgreifen an. „Bislang hat die Polizei Milde walten lassen, aber die Ära der Toleranz ist vorbei“, erklärte der General am Mittwoch laut einem Bericht der Nachrichtenagentur IRNA. „Wenn diese Oppositionellen das herrschende System stürzen wollen, wird es keine Gnade geben.“
nach Presseberichten
Günter Verheugen: "Wir erwarten von den Vereinten Nationen und dem UN-Sonderbeauftragten Martin Kobler, dass sie sich nicht dem Druck der irakischen Regierung beugen und dass sie sich in dieser Frage nicht neutral verhalten. Sie haben Partei zu ergreifen für diejenigen, deren Leben und Freiheit auf dem Spiel stehen."
Die Mitgliedsländer des Europarats werden aufgerufen, positiv über die Aufnahme von iranischen Oppositionellen aus Ashraf zu entscheiden.
"Es ist die Pflicht der UNO, die wehrlosen Menschen in Ashraf zu schützen und ihre sichere Ausreise in westliche Länder zu ermöglichen."