Suchen
Oberster geistlicher Regime-Führer Khamenei fordert hartes Vorgehen gegen regimekritische Demonstranten
In Teheran sind nach Berichten einer Menschenrechtsgruppe 33 Frauen festgenommen worden, die eine Mahnwache für ihre bei Zusammenstößen mit den Regimetruppen getöteten Kinder abhielten. Die Mütter seien während ihrer wöchentlichen Kundgebung am Samstag von Sicherheitskräften eingekreist und ins Gefängnis gebracht worden, erklärten die Menschenrechtler. Mehrere der Frauen sollen dabei verletzt worden sein. Neun Frauen hätten nach der Festnahme ärztlich behandelt werden müssen. Die Menschenrechtsgruppe forderte eine sofortige Freilassung der Frauen.

Menschen warten vor dem Teheraner Evin-Gefängnis auf Nachrichten über ihre verhafteten Angehörigen.
Auch oppositionelle Internetseiten berichteten über die Festnahme der Frauen, die der Gruppe „Trauernde Mütter“ angehören und regelmäßig gegen die Ermordung oder Verschleppung ihrer Kinder protestieren. Augenzeugen berichteten, dass am 9. Januar rund 30 Frauen im Park Laleh in Teheran festgenommen worden seien. Eine Hundertschaft der Polizei habe die insgesamt etwa 70 Frauen daran gehindert sich zu versammeln und aus dem Park gejagt. Etwa 30 Frauen seien festgenommen und mit einem Polizeitransporter zu einer Wache gebracht worden.
Am 8. Januar hatte der oberste geistliche Regime-Führer Ali Khamenei die Niederschlagung der Oppositionsproteste Ende Dezember gut geheißen und ein hartes Vorgehen gegen regimekritische Demonstranten gefordert. Er forderte die Behörden in einer vom Fernsehen übertragenen Rede auf, ihre "Aufgaben gegen die Verdorbenen und Randalierer" zu erledigen. Die Staatsmacht müsse ihre Aufgaben im Kampf gegen die Gegner erledigen.
nach Presseberichten
Günter Verheugen: "Wir erwarten von den Vereinten Nationen und dem UN-Sonderbeauftragten Martin Kobler, dass sie sich nicht dem Druck der irakischen Regierung beugen und dass sie sich in dieser Frage nicht neutral verhalten. Sie haben Partei zu ergreifen für diejenigen, deren Leben und Freiheit auf dem Spiel stehen."
Die Mitgliedsländer des Europarats werden aufgerufen, positiv über die Aufnahme von iranischen Oppositionellen aus Ashraf zu entscheiden.
"Es ist die Pflicht der UNO, die wehrlosen Menschen in Ashraf zu schützen und ihre sichere Ausreise in westliche Länder zu ermöglichen."