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Im Iran werden mehrere Christen ohne offizielle Anklage in Gefängnissen festgehalten. Den meisten wird der Kontakt zu einem Rechtsbeistand oder ihren Familien verweigert.
05.02.2010 -
In der südwestiranischen Stadt Shiraz sind seit 11. Januar sieben Christen in Haft. Sechs von ihnen sind ehemalige Muslime. Ihnen droht eine Anklage wegen Apostasie (Abfall vom Islam). Es handelt sich um: Parviz Khaladj, Mehdi Furutan, Roxana Furouyi, Behrouz Sadegh-Khanjani, Abdol Reza Ali Haghnejad, Iman Farzad und ein unter dem Namen Mahyar bekannter Mann.
Drei weitere Christen sitzen im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis ein. Sicherheitsbehörden nahmen am 24. Dezember 2009 Maryam Jalili, Mitra Zahmati und Farzan Matin mit zwölf weiteren inzwischen wieder freigelassenen Christen fest. Die Gruppe hatte sich in einem Privathaus 20 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Teheran zu einer Weihnachtsfeier getroffen. Nach einer Meldung des "Farsi Christian News Network" haben die Sicherheitskräfte bei der Verhaftung Computer, Bücher und andere Literatur beschlagnahmt.
Auch Maryam Jalilis Schwester, Nobina Jalilili, und ein weiterer Christ sind in Isfahan verhaftet worden. Laut Informationen des Nachrichtendienstes Compass Direct, unter Berufung auf einheimische Informanten, ist ihr Aufenthaltsort unbekannt. Der am 13. Oktober in Rasht verhaftete Yousef Nadarkhani sitzt weiter im Gefängnis.
Oft werden Christen mit muslimischem Hintergrund anderer Verbrechen bezichtigt etwa Spionage oder Störung der öffentlichen Ordnung. Nach den fundamentalistischen Gesetzen kann Abfall vom Islam mit dem Tode bestraft werden. Christen werden im Iran in der Regel überwacht. Oft kommt es zu Verhaftungen, die Christen werden meist ohne Prozess ins Gefängnis gesteckt und gefoltert.
Christen, die aus dem Islam konvertierten, ist das Praktizieren ihres neuen Glaubens gesetzlich verboten. Auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex des Hilfswerkes Open Doors steht der Iran auf Platz 2 der Liste von 50 Ländern, in denen Christen am meisten verfolgt werden.
nach Presseberichten
Günter Verheugen: "Wir erwarten von den Vereinten Nationen und dem UN-Sonderbeauftragten Martin Kobler, dass sie sich nicht dem Druck der irakischen Regierung beugen und dass sie sich in dieser Frage nicht neutral verhalten. Sie haben Partei zu ergreifen für diejenigen, deren Leben und Freiheit auf dem Spiel stehen."
Die Mitgliedsländer des Europarats werden aufgerufen, positiv über die Aufnahme von iranischen Oppositionellen aus Ashraf zu entscheiden.
"Es ist die Pflicht der UNO, die wehrlosen Menschen in Ashraf zu schützen und ihre sichere Ausreise in westliche Länder zu ermöglichen."