Menschenrechtsverein


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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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08. Oktober 2017

Verfolgung wegen ihres Glaubens: Christliches Ehepaar in Teheran verhaftet

Christen muslimischer Herkunft sind Opfer zunehmender Verfolgung durch das Regime im Iran. Sie sind fortwährend willkürlicher Gefangennahme und Bestrafung ausgesetzt.

Berichten von Menschenrechtlern zufolge herrscht weiterhin Ungewissheit über die Lage eines christlichen Ehepaares, das im September in Teheran festgenommen wurde. Mehrdad Houshmand und seine Frau Sarah Nemati sind beide von Islam zum christlichen Glauben übergetreten. Sie wurden am 11. September zunächst vom Staatssicherheitsdienst der Revolutionsgarde mehrere Stunden lang verhört. Im Anschluss daran wurde das Ehepaar festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht.

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Christen im Iran sind Verfolgung und schwersten Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt.

Dem Ehepaar wird u.a. vorgeworfen, am 10. September an einer christlichen Begräbniszeremonie auf dem Teheraner Friedhof Behesht-e Zahra teilgenommen zu haben. Unter dem fundamentalistischen Regime im Iran ist der Übertritt von Islam zum christlichen Glauben strafbar. Christen, die den Glauben neu angenommen haben, ist es verboten, an Gottesdiensten oder religiösen Zeremonien der Christlich-Orthodoxen Gemeinden im Iran teilzunehmen.

Berichten zufolge sollen Mehrdad Houshmand und Sarah Nemati während des Begräbnisses von Regimepolizisten gefilmt worden sein. Die Ausweispapiere von Mehrdad Houshmand wurden eingezogen, und das Ehepaar wurde aufgefordert, sich am 11. September im Büro des Staatssicherheitsdienstes zu melden.

Nach ihrer Festnahme durfte Sara Nemati nur einmal kurz mit ihrer Familie telefonieren. Sie durfte jedoch nicht darüber sprechen, wo und unter welchen Umständen das Ehepaar festgehalten wird.

Das Teheraner Regime gehört zu den schlimmsten Christenverfolgern der Welt. Zunehmend werden Christen allein wegen ihres Glaubens mit der pauschalen Beschuldigung „Gefährdung der Staatssicherheit“ verhaftet, angeklagt und zu langen Haftstrafen verurteilt. Das Regime im Iran hat es darauf angelegt, alle - auch christliche - Einflüsse, die seine Machtposition in Frage stellen könnten, zu unterdrücken.

Eine neue Verfolgungskampagne des Regimes richtet sich besonders gegen Christen muslimischer Herkunft. Sie sind fortwährend willkürlicher Gefangennahme und Bestrafung ausgesetzt.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte beinhaltet die Meinungs-, Rede- und Religionsfreiheit als grundlegende Rechte, auf die jeder Mensch einen Anspruch hat. Im Iran jedoch sind religiöse Minderheiten schwersten Verletzungen ihrer Menschenrechte ausgesetzt.

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