Menschenrechtsverein


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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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03. November 2017

Verfolgt wegen ihres Glaubens: Weitere Christen im Iran verhaftet

In der südwestiranischen Stadt Dezful wurden vier Christen muslimischer Herkunft allein wegen ihres Glaubens festgenommen, während der Haft geschlagen und mit dem Tode bedroht.

Menschenrechtler und christliche Hilfswerke berichten von neuen Verhaftungen von Angehörigen der christlichen Minderheit im Iran. Im Oktober wurden in der südwestiranischen Stadt Dezful vier Christen festgenommen, die vom Islam zum christlichen Glauben übergetreten waren und Hausgemeinden angehören. Wie Menschenrechtler berichten, seien „alle vier Männer im Gefängnis geschlagen und bedroht worden. Sollten sie ihren christlichen Glauben nicht widerrufen, würden sie gezwungen, das Land zu verlassen, oder sie würden zu Tode geprügelt.“

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Von den vier Christen sind zwei inzwischen wieder auf freiem Fuß. Der am 21. Oktober verhaftete Abdol-Ali Pourmand (links im Bild) und der am 10. Oktober festgenommene Mohammed Ali Torabi sind jedoch weiter in Haft. Beide wurden in das Gefängnis der 150 Kilometer entfernten Provinzhauptstadt Ahvaz überstellt.

In den letzten Monaten wurden im Iran viele Christen muslimischer Herkunft und auch traditionelle Christen wie Armenier und Assyrer verhaftet und haben teils sehr hohe Haftstrafen erhalten. Der Gesundheitszustand der inhaftierten Christen gibt Anlass zu großer Sorge, da ihnen wie auch den politischen Gefangenen die notwendige medizinische Versorgung verweigert.

Das christliche Hilfswerk Open Doors berichtete im Oktober, dass die Unterdrückung und Verfolgung der Christen im Iran sich zunehmend verschärft. In den vergangenen Monaten seien zwölf Christen zu Haftstrafen von bis zu 15 Jahren verurteilt worden, teilte das Hilfswerk mit. Christen, die ihrem verfassungsgemäßen Recht entsprechend ihren Glauben ausüben, würden verhaftet, bei Verhören misshandelt oder im Gefängnis gefoltert. Sie würden zudem bedroht, über all das zu schweigen.

Das Hilfswerk Open Doors beklagte auch eine systematische Unterdrückung und Zerschlagung der Hauskirchen im Iran. Die Verfolgung der Christen in dem Land gehe von der Regierung aus. Ziel des Regimes sei die Zerschlagung der christlichen Gemeinden. Die Anklage gegen einzelne Christen laute unter anderem auf "Gefährdung der nationalen Sicherheit" sowie "Organisation von Hauskirchen".

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