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05. Dezember 2017

Sorge um im Iran inhaftierte Britin Nazanin Zaghari-Ratcliffe

Bericht von euronews: Der Ehemann der im Iran inhaftierten Britin Nazanin Zaghari-Ratcliffe macht sich große Sorgen um seine Frau, denn am 10. Dezember wird sie in Teheran erneut vor Gericht gestellt, und in den iranischen Staatsmedien läuft zurzeit eine aggressive Propagandakampagne gegen die Gefangene.

Die britische Stiftungsmitarbeiterin Nazanin Zaghari-Ratcliffe ist seit über 600 Tagen im Iran in unrechtmäßiger Gefangenschaft. Sie war mit ihrer Tochter Gabriella zu Besuch bei ihrer Familie in Teheran, als sie am 3. April 2016 festgenommen wurde. Seither ist sie in Haft. Die inzwischen dreieinhalbjährige Gabriella ist in der Obhut der Großeltern in Teheran und darf ihre Mutter nur im Gefängnis sehen.

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Nazanin Zaghari-Ratcliffe mit ihrer Tochter Gabriella in glücklichen Zeiten vor der Inhaftierung.

Im September 2016 wurde Nazanin Zaghari-Ratcliffe aufgrund konstruierter Anklagen wegen angeblicher „Umsturzversuche“ im Iran zu fünf Jahren Haft verurteilt. Die Stiftungsmitarbeiterin war nie an politischen Aktivitäten im Iran beteiligt. Wie Iran-Experten bestätigen, nutzt das Regime in Teheran ihre Gefangenschaft als politisches Druckmittel - wie es auch bei anderen Gefangenen mit doppelter Staatsbürgerschaft der Fall ist.

Nach 18 Monaten Haft wurde Nazanin Zaghari-Ratcliffe im Oktober 2017 erneut vor ein Revolutionsgericht gestellt. Sie erfuhr dort von neuen Anklagen, die zu einer Verurteilung zu weiteren 16 Jahren Gefängnis führen können.

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Die dreieinhalbjährige Gabriella ist seit mehr als 19 Monaten von ihrer Mutter getrennt.

Der Fernsehsender euronews hat mit Richard Ratcliffe, dem Ehemann der im Iran inhaftierten Britin, gesprochen. Er macht sich große Sorgen um seine Frau, denn am 10. Dezember wird sie in Teheran erneut vor Gericht gestellt, und in den iranischen Staatsmedien läuft zurzeit eine aggressive Propagandakampagne gegen die Gefangene. euronews berichtete u.a.:

Nach den neuen Vorwürfen gegen seine im Iran inhaftierte Frau macht sich der Ehemann von Nazanin Zaghari Ratcliffe noch größere Sorgen. Er forderte den britischen Außenminister, Boris Johnson, auf, in den Iran zu reisen, um die Britin zu unterstützen. Sie sei schon vor den neuen Anklagen traumatisiert gewesen, sagte Richard Ratcliffe im Gespräch mit euronews.

"Es ist wirklich kein gutes Zeichen, dass sie am 10. Dezember wieder vor Gericht gestellt wird. Und es gibt diese sehr aggressive Propagandakampagne in den Medien. Ich glaube, es ist wichtig, dass die Regierung sich bewegt und dass der Außenminister so rasch wie möglich in den Iran reist. Ich habe ihn am Freitag noch mal gebeten, mit ihm reisen zu dürfen. Ich habe auch bei der iranischen Botschaft ein Visum beantragt, damit ich am 10. Dezember dort sein kann."

Am Wochenende hat es eine Solidaritätsdemonstration für Zaghari-Ratcliffe gegeben. Sie war erneut angeklagt worden, nachdem Boris Johnson gesagt hatte, sie habe im Iran Journalismus unterrichtet, was Nazanin bestreitet. Ihr Mann ist sehr besorgt.

"Sie ist schwer traumatisiert von den neuen Beschuldigungen und musste in die Gefängnisklinik gebracht werden. Sie bekam Beruhigungsmittel gespritzt. Ich bin entsetzt, dass so etwas passieren konnte. Ihr ging es schon vorher nicht gut, sie hat versucht, mit dem Psychiater zu sprechen, aber wochenlang durfte sie das nicht. Ich mache mir Sorgen um ihre psychische Gesundheit."

zum Bericht von euronews

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In London haben Mütter und Familien am 25. November mit einer vielbeachteten Protestkundgebung für die Freilassung von Nazanin Zaghari-Ratcliffe demonstriert.

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