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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Aktuelles
03. Juli 2010

Iran: Politische Gefangene in akuter Hinrichtungsgefahr

Mehrere Menschenrechtsorganisationen haben mit einer internationalen Kampagne zur Rettung von Zeynab Jalalian und der anderen zum Tode verurteilten Gefangenen im Iran aufgerufen.

Der politischen Gefangenen Zeynab Jalalian droht die Hinrichtung.Berichten von iranischen Menschenrechtlern zufolge mehren sich Hinweise, dass die politische Gefangene Zeynab Jalalian in Kürze hingerichtet werden könnte. Ihre Familie hat seit über einem Monat keinen Kontakt zu der zum Tode Verurteilten. Anwälten, die sich um eine Neuverhandlung bemühen wollten, erhielten mit der Begründung, die Gerichtsakte sei „verloren gegangen“, keine Akteneinsicht.

Die 27jährige Zeynab Jalalian, die der kurdischen Minderheit im Iran angehört, wurde wegen angeblicher Mitgliedschaft in einer kurdischen Oppositionsgruppe und "Feindschaft zu Gott" - wie die Fundamentalisten den Bürgerwiderstand gegen das Regime nennen - zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde Anfang 2009 von einem Revolutionsgericht der westiranischen Stadt Kermanschah gefällt.

Zuvor war Zeynab Jalalian acht Monate lang in einem Gefängnis des iranischen Geheimdienstes in Isolationshaft gewesen. Sie hatte während des Prozesses, der nur wenige Minuten dauerte, keinen Rechtsbeistand. Am 26. November 2009 bestätigte der Oberste Gerichtshof ihr Todesurteil. Anfang März 2010 wurde Zeynab Jalalian aus dem Gefängnis von Kermanschah an einen unbekannten Ort verlegt. Danach überstellte man sie in die Abteilung 209 des Evin-Gefängnisses in Teheran.

Nach Angaben von Amnesty International wurden seit Januar 2010 mindestens 126 Hinrichtungen im Iran vollstreckt. Am 9. Mai 2010 waren in Teheran bereits vier politische Gefangene, die der kurdischen Volksgruppe angehörten, ohne vorherige Ankündigung hingerichtet worden. Mehrere Menschenrechtsorganisationen haben mit einer internationalen Kampagne zur Rettung von Zeynab Jalalian und der anderen zum Tode verurteilten Gefangenen im Iran aufgerufen.



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