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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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15. April 2018

Britische Stiftungsmitarbeiterin seit zwei Jahren unrechtmäßig im Iran inhaftiert

Familienangehörige und Menschenrechtler erinnern daran, dass die britische Staatsbürgerin Nazanin Zaghari-Ratcliffe seit über zwei Jahren im Iran in Gefangenschaft ist, und fordern wirksame Maßnahmen der britischen Regierung, um endlich ihre Freilassung zu erreichen.

Zwei Jahre nach der unrechtmäßigen Inhaftierung der Stiftungsmitarbeiterin Nazanin Zaghari-Ratcliffe im Iran haben Menschenrechtler und Familienangehörige die britische Regierung erneut aufgerufen, wirksam zu handeln und endlich die Freilassung der britischen Staatsbürgerin iranischer Herkunft durchzusetzen. Auch die UN-Arbeitsgruppe zu willkürlichen Inhaftierungen hat bestätigt, dass die Gefangenschaft von Nazanin Zaghari-Ratcliffe im Iran unrechtmäßig ist. Somit verletzt das Teheraner Regime internationales Recht.

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Nazanin Zaghari-Ratcliffe mit ihrer Tochter Gabriella in glücklichen Zeiten vor der Inhaftierung

Nazanin Zaghari-Ratcliffe war mit ihrer Tochter Gabriella zu Besuch bei ihrer Familie in Teheran, als sie am 3. April 2016 festgenommen wurde. Seither ist sie in Haft. Die inzwischen fast vierjährige Gabriella ist in der Obhut der Großeltern in Teheran und darf ihre Mutter nur im Gefängnis sehen. Auch von ihrem in London lebenden Vater ist Gabriella getrennt, da er nicht in den Iran einreisen darf.

Im September 2016 wurde Nazanin Zaghari-Ratcliffe aufgrund konstruierter Anklagen wegen angeblicher „Umsturzversuche“ im Iran zu fünf Jahren Haft verurteilt. Die Stiftungsmitarbeiterin war nie an politischen Aktivitäten im Iran beteiligt. Wie Iran-Experten bestätigen, nutzt das Regime in Teheran ihre Gefangenschaft als politisches Druckmittel - wie es auch bei anderen Gefangenen mit doppelter Staatsbürgerschaft der Fall ist.

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Richard Ratcliffe (Bild), der Ehemann der Gefangenen, setzt sich von London aus mit einer internationalen Kampagne für die Freilassung seiner Frau ein. Er hat mehrfach an die britische Regierung appelliert, ihren Versprechungen Taten folgen zu lassen und sich wirksam für die Freilassung seiner Frau einzusetzen.

Dank einer intensiven Menschenrechtskampagne hat der Fall Nazanin Zaghari-Ratcliffes in Großbritannien und weltweit große Aufmerksamkeit erlangt. Der öffentliche Druck bewirkte, dass der britische Außenminister Boris Johnson im November 2017 die Inhaftierung der britischen Staatsangehörigen im Iran scharf verurteilte und erklärte, er sei bereit, sie im Teheraner Evin-Gefängnis zu besuchen.

Der britische Außenminister bezeichnete die gegen Nazanin Zaghari-Ratcliffe verhängte Haftstrafe als „Verhöhnung des Rechts“ und kritisierte ihre Behandlung im Gefängnis. Es gebe „offensichtliche humanitäre Gründe“, die ihre Freilassung notwendig machen.

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Die fast vierjährige Gabriella ist seit mehr als zwei Jahren von ihrer Mutter getrennt. Trotz mehrerer Anträge wurde Nazanin Zaghari-Ratcliffe in zwei Jahren kein einziger Hafturlaub bewilligt.

Nach den Äußerungen des Außenministers erhofften sich Menschenrechtler die baldige Freilassung der Stiftungsmitarbeiterin. Ihre Hoffnungen wurden jedoch enttäuscht. Aktivisten der Kampagne für Nazanin Zaghari-Ratcliffe und Parlamentarier werfen der britischen Regierung nun vor, nicht genug getan zu haben, da es noch immer kein Anzeichen für eine möglich Freilassung gebe. Sie erhoffen sich nun Hilfe von der britischen Premierministerin Theresa May.

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Anfang April haben in London Familienangehörige und Menschenrechtler an die unrechtmäßige Inhaftierung von Nazanin Zaghari-Ratcliffe erinnert.

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