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Gewaltanwendung, Repression und Terror sind für die Fundamentalisten im Iran unverzichtbare Instrumente, um sich an der Macht halten. Deshalb verneinen sie die Allgemeingütigkeit der Menschenrechte und halten sich nicht an die internationalen Menschenrechtsabkommen.
Die Diskriminierung und Unterdrückung der Frauen ist für das Teheraner Regime eines der wichtigsten Mittel zur Machterhaltung. Die Frauen gelten im Iran nach dem Gesetz und in der Praxis als Menschen zweiter Klasse. Folglich sind schwerste Menschenrechtsverletzungen an Frauen an der Tagesordnung.
Frauen und Mädchen trifft die ganze Härte der zutiefst frauenfeindlichen Gesetze der Fundamentalisten. Sie haben per Gesetz nicht die gleichen Rechte wie die Männer und werden vor Gericht nicht gleichbehandelt. Mädchen sind schon ab neun Jahren strafmündig, Jungen erst ab fünfzehn. Wenn Frauen mit dem Gesetz in Konflikt geraten, werden sie gewöhnlich von Männern verhaftet und verhört. Es sind ausschließlich Männer, die die Urteile über sie fällen. Oft werden Frauen durch Folter zu Geständnissen gezwungen.

In ländlichen Gebieten werden Frauen Opfer unfairer Gerichtsverfahren, weil sie nicht lesen und schreiben können und daher eher Straftaten gestehen, die sie gar nicht begangen haben. Frauen, die ethnischen Minderheiten angehören, sprechen in vielen Fällen nicht die offizielle Gerichtssprache Persisch. Sie verstehen gar nicht, was mit ihnen im Gerichtsverfahren geschieht oder sogar, dass ihnen die Todesstrafe droht.
Nach den fundamentalistischen Gesetzen erwartet Frauen, die sich bei einer Vergewaltigung nicht wehren, wegen so genannter „Unkeuschheit“ die Steinigung bis zum Tode. Frauen, die ihren Vergewaltiger in Notwehr töten, droht nach dem „Vergeltungsgesetz“ die Hinrichtung durch den Strang.
Im Iran kann der Richter Urteile allein aus eigenem subjektivem Ermessen verhängen. Die meisten angeklagten Frauen können sich keinen guten Rechtsbeistand leisten. Sie sind der Willkür der Justiz schutzlos ausgeliefert und haben keine Chance auf ein rechtmäßiges Gerichtsverfahren.
Zahllose Frauen sitzen in den Todestrakten der iranischen Gefängnisse ein. Hinrichtungen von Frauen nehmen zu.
Dezember 2010: Shahla Jahed wurde in Teheran hingerichtet.
Januar 2011: Internationale Empörung über die Hinrichtung von Zahra Bahrami
Die Steinigung ist weltweit die grausamste und schmerzhafteste Hinrichtungsmethode. Die Opfer sterben langsam und qualvoll. Zahlreichen zum Tode verurteilten Menschen im Iran droht die Steinigung. Die meisten von ihnen sind Frauen.
zur Kampagne gegen die Steinigung
Die Frauen waren die ersten, die sich von Anfang an gegen die fundamentalistische Herrschaft zur Wehr setzten, nämlich mit Massendemonstrationen gegen den Schleierzwang und die anderen frauenfeindlichen Gesetze. Seit der Machtübernahme der Fundamentalisten haben Tausende von Frauen im Iran ihr Eintreten für Demokratie und Menschenrechte mit dem Leben bezahlt.

Auch heute wirken Frauen in allen Bewegungen, die sich für Demokratie und Menschenrechte im Iran einsetzen, engagiert mit. Bei den seit Juni 2009 anhaltenden Protesten für Freiheit und Demokratie stehen Frauen aller Altersgruppen mutig in vorderster Reihe, obwohl sie brutalste Gewalt vonseiten der Regimetruppen erwartet. Die iranischen Frauen verbinden diese Proteste mit ihrem Kampf für Gleichberechtigung und gegen die frauenfeindlichen Gesetze der Fundamentalisten.
mehr Informationen: Der Mut der Frauen gegen die Gewalt der Fundamentalisten
Das Teheraner Regime geht mit äußerster Gewalt gegen die Frauen vor, die mutig gegen die Diktatur aufbegehren. Zahlreiche Regimegegnerinnen – darunter Frauenrechtlerinnen, Rechtsanwältinnen, Journalistinnen und Studentinnen – wurden unrechtmäßig in Haft genommen. Mehrere wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, anderen droht die Hinrichtung.
Die iranischen Frauen, die Opfer der Willkürjustiz sind, brauchen dringend die Solidarität und Unterstützung der internationalen Gemeinschaft.
Hier Beispiele von Frauen, die wegen ihres Einsatzes für Menschenrechte und Demokratie im Iran in Haft sind:
Die Rechtsanwältin Nasrin Sotoudeh ist seit September 2010 in Haft. Sie wurde Anfang Januar 2011 zu elf Jahren Gefängnisstrafe verurteilt.
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Farah Vazehan ist seit Dezember 2009 in Haft. Sie wurde im Februar 2011 wegen Teilnahme an Protesten gegen das Regime zu 17 Jahren Haft verurteilt.
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Shabnam Madadzadeh, Studentin der Pädagogischen Hochschule in Teheran und Mitglied einer Studentenvereinigung, ist seit Februar 2009 inhaftiert. Sie wurde im Januar 2010 zu fünf Jahren Haft verurteilt.
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Ronak Safarzadeh (23), Studentin im Fach Grafik-Design und Aktivistin der iranischen Frauenbewegung, ist seit Oktober 2007 in Haft. Sie wurde Anfang April 2009 zu sechs Jahren Haft verurteilt.
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