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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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09. Januar 2010

Iran: Anhaltende Repressalien gegen Christen

Auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex des Hilfswerkes Open Doors steht der Iran auf Platz 2 der Liste von 50 Ländern, in denen Christen am meisten verfolgt werden.

In Rasht (Nordiran) wurde Pastor Yousef Nadarkhani am 13. Oktober 2009 festgenommen.09.01.2010 - In Iran hält das harte Vorgehen des Regimes gegen die christliche Minderheit an. Polizisten verhafteten im  Dezember mehrere Hausgemeindechristen. Der Informationsdienst Compass Direct meldete, dass am 21. und 29. Dezember die Weihnachtsfeierlichkeiten von zwei Hausgemeinden in der Region Teheran von Polizisten unterbrochen und mehrere Personen festgenommen wurden. Vier Christen von ihnen seien noch im Gefängnis.

Im südiranischen Shiraz wurden vor einigen Tagen acht Christen zur Vernehmung über ihre Aktivitäten im vergangenen Jahr auf eine Polizeistelle einbestellt. Nach wenigen Stunden wurden sie wieder entlassen. Die acht waren vor über einem Jahr festgenommen, aber wieder freigelassen worden. In Rasht (Nordiran) ist Pastor Yousef Nadarkhani nach seiner Festnahme am 13. Oktober 2009 noch immer im Gefängnis.

In der nordostiranischen Stadt Mashhad wurde am 16. Dezember 2009 die Christin Hamideh Najafi verhaftet. Zudem durchsuchten die Beamten ihre Wohnung und beschlagnahmten persönliche Dinge. Laut Farsi Christian News Network (FCNN) verurteilte ein Gericht die Frau am 30. Dezember zu drei Monaten Hausarrest. Für ihre kleine Tochter wurde ein gesetzlicher Vormund bestimmt. Das Kind darf vorerst bei den Eltern bleiben, unter der Bedingung, dass die Mutter ihren christlichen Glauben aufgibt und nicht mehr öffentlich über Jesus Christus spricht. Ein Rechtsbeistand wurde Najafi verweigert.

Während des Verhörs wurde die ehemalige Muslima von Beamten aufgefordert, zum Islam zurückzukehren und die Namen von weiteren Christen verraten, so FCNN. Auch ihr Mann sei verhört worden. Die Beamten verbanden ihm die Augen und drohten damit, ihn vor den Augen seiner Frau zu verprügeln. Najafi hatte sich zunächst geweigert, ein Geständnis zu unterschreiben, mit dem sie erklärt, geistig gestört zu sein. Aufgrund des erzwungenen Geständnisses sei anfangs angeordnet worden, ihr das Kind wegzunehmen. Formelle Anklage gegen Najafi wurde nicht erhoben. Weiterhin wird ihr vorgeworfen, Kontakt mit einem ausländischen christlichen Fernsehdienst aufgenommen zu haben, was als „politisches“ Verbrechen gelte.

nach Presseberichten



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