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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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29. Dezember 2017

Iran: Erneut Verhaftungen von Christen wegen ihres Glaubens

Das islamistische Regime im Iran gehört zu den schlimmsten Christenverfolgern der Welt. Zunehmend werden Christen im Iran allein wegen ihres Glaubens mit der pauschalen Beschuldigung "Gefährdung der Staatssicherheit" verhaftet, angeklagt und zu langen Haftstrafen verurteilt.

Im Dezember haben Berichten von Menschenrechtlern zufolge im Iran die Verhaftungen von Angehörigen der christlichen Minderheit zugenommen. Unter den Verhafteten sind vier ehemalige Muslime, und Mitte Dezember in der nahe Teheran gelegenen Stadt Karaj festgenommen wurden.

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Bei den vier Männern handelt es sich um Amin Khaki, Milad Goudarzi, Alireza Nour-Mohammadi and Shehabuddin Shahi. Sie wurden nach Razzien in ihren Wohnungen und Arbeitsplätzen verhaftet und werden an einem unbekannten Ort festgehalten.

Sie wurden allein deshalb verhaftet, weil sie den christlichen Glauben angenommen haben und aktive Mitglieder in christlichen Hausgemeinden sind. Gleichzeitig begannen staatliche iranische Medien mit einer Rufmordkampagne gegen die festgenommenen Christen.

In der Stadt Karaj wurden Mitte Dezember mehrere Wohnungen vom Geheimdienst des Teheraner Regimes durchsucht, wo sich Mitglieder von christlichen Hausgemeinden versammelten. Dabei wurden Bibeln und andere christliche Bücher beschlagnahmt.

Einer der verhafteten Christen, Amin Khaki, war von 2010 bis 2016 bereits mehrfach in Haft. Ihm wurde vorgeworfen, den christlichen Glauben in Iran verbreitet und damit die „Staatssicherheit gefährdet“ zu haben.

Das islamistische Regime im Iran gehört zu den schlimmsten Christenverfolgern der Welt. Zunehmend werden Christen im Iran allein wegen ihres Glaubens mit der pauschalen Beschuldigung „Gefährdung der Staatssicherheit“ verhaftet, angeklagt und zu langen Haftstrafen verurteilt. Das Regime hat es darauf angelegt, alle - auch christliche - Einflüsse, die seine Machtposition in Frage stellen könnten, zu unterdrücken.

Ehemalige Muslime, die den christlichen Glauben angenommen haben, dürfen im Iran keine Kirchengemeinden gründen. Daher versammeln sie sich in Privatwohnungen zu Gottesdiensten. Immer wieder werden sie jedoch Opfer von Razzien des Geheimdienstes. Die Hausgemeinden werden geschlossen und die Christen werden verhaftet und vor Gericht gestellt. Viele verlieren ihre Arbeitsstelle aus Glaubensgründen. Wegen der Verfolgung sind zahlreiche Christen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.

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