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Inhaftierte Christinnen und Christen werden unter Druck gesetzt, damit sie ihrem Glauben abschwören.
Berichten von Menschenrechtlern zufolge droht die Justiz im Iran inhaftierten Christinnen und Christen mit der Todesstrafe, falls sie nicht bereit sind, ihrem Glauben abzuschwören. Davon sind u. a. der Pastor Yousef Naderkhani und seine Ehefrau Fatemeh Pasandideh betroffen, die beide im Lakan-Gefängnis der nordiranischen Stadt Rasht in Haft sind. Der Pastor Yousef Nadarkhani ist seit seiner Festnahme am 13. Oktober 2009 inhaftiert. Das Ehepaar wird unter Druck gesetzt, damit es zum Islam konvertiert. Zu den Repressalien gehören Isolationshaft und Besuchsverbote.
Gleichzeitig übt die Justiz im Iran auch auf Familienangehörige inhaftierter Christen Druck aus: Sie sollen die Gefangenen dazu bringen, ihrem Glauben abzuschwören. Sonst müssten sie mit einer Anklage wegen Abfalls vom Islam rechnen. Darauf steht im Iran die Todesstrafe durch Erhängen.
Bei den Inhaftierten, deren Familienangehörige vorgeladen wurden, handelt es sich um den 48-jährigen Stephan Reza, seine Frau Maria und den 23-jährigen Ehsan Behrooz. Sie sind seit dem Juli 2010 in der nordostiranischen Stadt Mashhad in Haft. Die drei gefangenen Christen weigern sich bis heute, dem Druck nachzugeben und ihrem Glauben abzuschwören.
Die Justiz forderte die die Angehörigen auf, bei Gefängnisbesuchen die Inhaftierten zu überreden, sich wieder dem Islam anzuschließen. Wenn sie sich nicht kooperativ zeigten, drohe ihnen eine Verurteilung zum Tode.