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In Ashraf im Irak müssen über 3000 iranische Oppositionelle, darunter ca. 1000 Frauen, um ihr Leben fürchten. Trotz internationaler Bemühungen um ihren Schutz sind die Menschen in Ashraf weiter in Gefahr, Opfer von militärischer Gewalt, Zwangsvertreibung und Deportation in den Iran zu werden. Dort drohen ihnen Folter und Massenhinrichtungen.
Die humanitäre Kampagne zum Schutz der Menschen in Ashraf läuft auf Hochtouren und hat wichtige Fortschritte erzielt: Durch massiven internationalen Druck wurde Ende Dezember ein Aufschub des Vertreibungsultimatums erreicht. Dadurch konnte das zu Beginn des Jahres 2012 befürchtete Blutbad vorerst abgewendet werden. Dennoch bleibt die Lage in Ashraf äußerst gefährlich.
Es drohen Angriffe irakischer Truppen auf die Menschen in Ashraf, denn die internationalen Bemühungen um eine friedliche Lösung werden vom Teheraner Regime und seinen Verbündeten im Irak sabotiert, die weiterhin die Zwangsvertreibung und Deportation der Exiliraner vorbereiten. Die Menschen in Ashraf, wo ausschließlich Zivilisten leben, wurden seit 2009 bereits Opfer von zwei von irakischen Militärs verübten Massakern mit fast 50 Toten und ca. 1000 Verletzten.
Fast 50 Tote und 1000 Verletzte bei militärischen Angriffen auf die Zivilisten in Ashraf seit 2009
Die Sicherheitslage im Irak hat sich dramatisch verschlechtert. Menschenrechtler und Juristen warnen davor, dass die geplante Umsiedlung der Bewohner von Ashraf in ein Übergangslager ohne internationale Schutzgarantien nur zu weiterem Blutvergießen führen würde. Das Schicksal der Exiliraner in Ashraf darf nicht der Willkür irakischer Truppen überlassen werden, die von Söldnern des Teheraner Regimes unterwandert sind. Das Völkerrecht verbietet Umsiedlungsmaßnahmen, die gegen den Willen der Flüchtlinge und unter Zwang erfolgen.
Wir setzen uns mit einer internationalen Kampagne dafür ein, dass:
• die UNO, die USA und die EU konkrete und wirksame Maßnahmen ergreifen, die den Schutz, die Sicherheit und die Wahrung der Menschenrechte der Bewohner von Ashraf sicherstellen und jegliche Zwangsvertreibung verhindern, bis die Exiliraner durch die Aufnahme in Drittstaaten dauerhaft Sicherheit gefunden haben,
• die Erteilung der Asylberechtigung für die Menschen in Ashraf durch das UNO-Flüchtlingshilfswerk umgehend beginnt und ohne Behinderungen umgesetzt wird,
• europäische Länder dem Aufruf des UN-Generalsekretärs Folge leisten und die Aufnahme von iranischen Oppositionellen aus Ashraf beschleunigen,
• die Blockademaßnahmen und Repressalien gegen die Exiliraner sofort beendet werden und freier Zugang zu medizinischer Versorgung, Familienangehörigen und Anwälten gewährleistet wird.
Wir danken allen, die unsere Menschenrechtsarbeit mit Spenden oder anderweitig unterstützen!