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"Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn das Blut der Menschen in Ashraf vergossen wird. Wenn wir schweigen, machen wir uns mitschuldig. Wenn wir schweigen, lassen wir zu, dass ein Verbrechen geschieht."
15 britische Kirchenführer haben in einem Appell dazu aufgerufen, die iranischen Oppositionellen im Lager Ashraf im Irak vor einem Blutbad zu schützen. Sie weisen darauf hin, dass der Schutz und die Sicherheit der Bewohner von Ashraf trotz einer am 25. Dezember zwischen der UNO und der irakischen Regierung getroffenen Vereinbarung weiter nicht gewährleistet sind. Die Bischöfe fordern wirksame Schutzmaßnahmen der Vereinten Nationen für die Asylsuchenden in Ashraf, denen völkerrechtlich Sicherheit und Schutz zustehen. Zu den Unterstützern des Appells gehören auch der Erzbischof von Armagh, Allen Harper, und der Erzbischof von Wales, Dr. Barry Morgan (Bild).
Gleichzeitig warnen mehrere britische Parlamentarier davor, dass den Zusagen der irakischen Regierung über eine sichere Umsiedlung der Exiliraner aus Ashraf in ein neues Transitlager nicht zu trauen sei. Berichte mehren sich, dass die irakischen Behörden nicht zulassen, dass die Verhältnisse in dem neuen Lager vorher überprüft werden. Weiter wird nicht zugelassen, dass die Bewohner von Ashraf ihre persönliche Habe dorthin mitnehmen. Menschenrechtler befürchten, dass das Transitlager mehr ein Gefängnis darstellt und dass - trotz anders lautender Zusagen an die UNO - die Zwangsinternierung der Exiliraner aus Ashraf droht.

Genf: Mahnwachen von Exiliranern und Menschenrechtlern für den Schutz von Ashraf
Daher fordern die britischen Bischöfe in ihrem Aufruf, dass die internationale Gemeinschaft für den Schutz der Flüchtlinge in Ashraf sorgen muss. Sie rufen die UN-Mitgliedstaaten auf, die Sicherheit der Exiliraner bis zu ihrer Ausreise in Drittstaaten zu garantieren. In dem Appell heißt es u.a.:
„Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn das Blut der Menschen in Ashraf vergossen wird. Wenn wir schweigen, machen wir uns mitschuldig. Wenn wir schweigen, lassen wir zu, dass ein Verbrechen geschieht. Wir rufen die politischen Verantwortlichen, die bis jetzt geschwiegen haben, auf, ihre Stimme zu erheben und die Umsiedlung der Menschen aus Ashraf innerhalb Iraks ohne internationalen Schutz zu verurteilen.“