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"Es ist die Pflicht der UNO, die wehrlosen Menschen in Ashraf zu schützen und ihre sichere Ausreise in westliche Länder zu ermöglichen."
Der Erzbischof von Wales Dr. Barry Morgan (Bild) hat an den Hohen Flüchtlingskommissar der UNO António Guterres appelliert, die Ermordung von Tausenden iranischen Oppositionellen im Irak zu verhindern. Der Bischof fürchtet um das Leben der 3400 politischen Flüchtlinge, die seit 1986 im Lager Ashraf im Irak leben. Das Teheraner Regime und seine Verbündeten im Irak versuchen, die Vertreibung und Deportation der Exiliraner durch die Schließung von Ashraf zu erzwingen.
Der Erzbischof von Wales sprach sich gegen die Schließung von Ashraf aus und rief den Hohen Flüchtlingskommissar der UNO (UNHCR) auf, den politischen Flüchtlingen in Ashraf umgehend eine kollektive Asylberechtigung zu erteilen, da die irakischen Behörden die Durchführung der Einzel-Asylverfahren durch die UNO nicht zulassen. Die Asylberechtigung ist Voraussetzung für die Aufnahme der Flüchtlinge in Drittstaaten. Danach solle der UNHCR dafür sorgen, dass die Menschen aus Ashraf in sichere Länder ausreisen können.
Dr. Barry Morgan wies weiter darauf hin, dass bereits 50 der in Ashraf lebenden Zivilisten bei Angriffen des irakischen Militärs getötet wurden. Seit drei Jahren, so der Erzbischof, unterliege das Lager Ashraf einer unmenschlichen Blockade. Auch die medizinische Versorgung werde unterlassen oder behindert. Dies habe vielen Bewohnern von Ashraf das Leben gekostet, darunter mehreren Krebspatienten. „Es ist die Pflicht der UNO, die wehrlosen Menschen in Ashraf zu schützen und ihre sichere Ausreise in westliche Länder zu ermöglichen.“