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In Ashraf im Irak sind 3400 iranische Oppositionelle, darunter ca. 1000 Frauen, in akuter Gefahr, Opfer von militärischer Gewalt und Deportation in den Iran zu werden. Dort drohen ihnen Folter und Massenhinrichtungen.
Die humanitäre Kampagne zum Schutz der Menschen in Ashraf läuft auf Hochtouren und hat Fortschritte erzielt: Durch massiven internationalen Druck wurde Ende Dezember eine Vereinbarung zwischen der UNO und dem Irak erreicht, die das Vertreibungsultimatum zum Jahresende aufhebt. Dennoch bleibt die Lage der Menschen in Ashraf äußerst gefährlich.
Die internationalen Bemühungen um eine friedliche Lösung werden vom Teheraner Regime und seinen Verbündeten im Irak sabotiert, die weiterhin die Zwangsvertreibung und Deportation der Exiliraner fordern. Somit besteht die akute Gefahr, dass die wehrlosen Zivilisten in Ashraf oder während der anstehenden Verlegung in ein Transitlager Opfer massiver militärischer Gewalt werden..

Opfer der militärischen Angriffe auf Ashraf
Die Exiliraner in Ashraf wurden seit 2009 bereits Opfer von zwei massiven Angriffen des irakischen Militärs mit fast 50 Toten und ca. 1000 Verletzten. Im April 2011 wurden die wehrlosen Lagerbewohner mit Maschinengewehren und Handgranaten angegriffen und von Militärfahrzeugen überrollt. 36 Menschen starben, darunter acht Frauen. Das Massaker forderte über 300 Verletzte.
mehr zum Massaker in Ashraf im April 2011

April 2011: Frauen in Ashraf versuchen, die militärische Besetzung des Lagers zu verhindern.
Zufluchtsort für Verfolgte
Das Lager Ashraf nördlich von Bagdad ist seit 25 Jahren ein Zufluchtsort für iranische Regimegegner und ihre Familien, die im Iran wegen ihres Einsatzes für Demokratie und Menschenrechte grausamste Verfolgung und Folter erlitten haben. Das Teheraner Regime versucht mit allen Mitteln, die Zerstörung von Ashraf und die Deportation der Exiliraner zurück in den Iran zu erzwingen.
Die UNO und die Europäische Union arbeiten an einer friedlichen Lösung für Ashraf. Diese beinhaltet die endgültige Anerkennung des Status der Exiliraner als Asylberechtigte und ihre Aufnahme in Drittländern. Die Umsetzung dieser Pläne braucht jedoch Zeit.
Ashraf, das von den Exiliranern aus eigenen Mitteln aufgebaut wurde, ist von irakischen Truppen abgeriegelt und teilweise besetzt. Die medizinische Hilfe für die Lagerbewohner wird von den Truppen vorsätzlich behindert, als Repressalie gegen die Menschen in Ashraf. Auch der Zugang zu Versorgungs- und Hilfsgütern wird immer wieder unterbrochen und beschränkt. Die Menschen dort werden mit Schikanen und psychologischer Folter gequält. Mit 300 von den Truppen installierten Lautsprechern werden sie durch Lärmbeschallung rund um die Uhr terrorisiert.Die Menschen in Ashraf sind politische Flüchtlinge, die vom Flüchtlingshilfswerk der UNO als Asylsuchende anerkannt wurden. Damit stehen ihnen völkerrechtlich Schutz, Sicherheit und humanitäre Hilfe zu. Da der Irak dieser Verpflichtung nicht nachkommt, ist die internationale Gemeinschaft zum Handeln verpflichtet.
An der Menschenrechtskampagne für Ashraf wirken weltweit - darunter auch im Irak - Menschenrechtler, Kirchenvertreter, Parlamentarier und Juristen mit. Die Kampagne arbeitet auf Hochtouren, um die Menschen in Ashraf vor weiterer Gewalt und Deportation zu retten. Mit Informationsveranstaltungen, Öffentlichkeits- und Medienarbeit macht sie weltweit auf die drohende humanitäre Katastrophe in Ashraf aufmerksam. Durch intensive Menschenrechtsarbeit hat die Kampagne erreicht, dass die UNO, die EU und politische Verantwortungsträger weltweit sich nun um eine dauerhafte Lösung für den Schutz der Menschen in Ashraf bemühen. Die Europäische Union hat im September 2011 einen Sondergesandten für Ashraf ernannt, der damit beauftragt ist, sich für den Schutz der dort lebenden Menschen einzusetzen.
Die Kampagne hat zahlreiche namhafte Unterstützerinnen und Unterstützer gewonnen. Darunter sind:

Alejo Vidal Quadras, Vizepräsident des Europäischen Parlaments
Irene Khan, langjährige Generalsekretärin von Amnesty International
Prof. Dr. Rita Süssmuth, langjährige deutsche Bundestagspräsidentin
Günter Verheugen, Experte für Außenpolitik und langjähriger EU-Kommissar
Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu, Symbolfigur der südafrikanischen Anti-Apartheid-Bewegung
Patrick Kennedy, ehem. Kongressabgeordneter und Neffe von John F. Kennedy
Ingrid Betancourt, ehem. Präsidentschaftskandidatin und Geiselopfer in Kolumbien
Die Mitgliedsländer des Europarats werden aufgerufen, positiv über die Aufnahme von iranischen Oppositionellen aus Ashraf zu entscheiden.
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"Es ist die Pflicht der UNO, die wehrlosen Menschen in Ashraf zu schützen und ihre sichere Ausreise in westliche Länder zu ermöglichen."
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Ingrid Betancourt: "Wir sind besorgt über einen Plan zur Umsiedlung der Menschen aus Ashraf in ein Lager, das allem Anschein nach ein Konzentrationslager ist. Ich selbst kenne das Leben in einem Konzentrationslager aus eigener Erfahrung. Es ist ein Ort systematischer Menschenrechtsverletzungen. Ein Ort, der dafür geschaffen wurde, die Insassen zu erniedrigen, ihre Würde zu verletzen, ihren Willen zu brechen."
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06.01.2012 - Paris - Internationale Konferenz zur Lage in Ashraf, Wortbeitrag von Prof. Dr. Philippe Douste-Blazy, Kardiologe, stellv. UNO-Generalsekretär und ehemaliger Außenminister Frankreichs (Auszüge):
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Gastbeitrag von Rita Süßmuth in der Frankfurter Rundschau
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Günter Verheugen: "Wenn die Sicherheit der Bewohner von Ashraf nicht wirklich garantiert ist, bedeutet die Aufhebung der Schließungsfrist nur den Aufschub des Mordens."
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06.01.2012 - Paris - Internationale Konferenz zur Lage in Ashraf, Wortbeitrag von Günter Verheugen, Experte für Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik, ehemaliger EU-Kommissar und Vizepräsident der EU-Kommission (Auszüge):
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"Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn das Blut der Menschen in Ashraf vergossen wird. Wenn wir schweigen, machen wir uns mitschuldig. Wenn wir schweigen, lassen wir zu, dass ein Verbrechen geschieht."
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Regierungen in Deutschland und Frankreich begrüßen die mit der UNO getroffene Vereinbarung und die Aufhebung des Vertreibungsultimatums.
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Der Beschuss wird von Beobachtern als Versuch des Teheraner Regimes gesehen, die internationalen Bemühungen um eine friedliche Lösung zu sabotieren.
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