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In Camp Liberty bei Bagdad leben mehr als 3000 iranische Oppositionelle, darunter ca. 1000 Frauen, die im Iran wegen ihres Einsatzes für Demokratie grausamste Verfolgung erlitten haben.
Bis Anfang 2012 haben die Exiliraner in der Siedlung Ashraf nördlich von Bagdad gelebt, die 25 Jahre lang ein Zufluchtsort für iranische Regimegegner und ihre Familien war. Im Laufe des Jahres 2012 wurden die Asylsuchenden vom Irak gezwungen, von Ashraf in das ehemalige US-Militärlager Camp Liberty bei Bagdad umzusiedeln.
Ashraf: Militärische Angriffe gegen Asylsuchende
Das Teheraner Regime verlangt die Deportation der politischen Flüchtlinge zurück in den Iran. Dort drohen ihnen Folter und Massenhinrichtungen. Die irakische Regierung, die mit den Teheraner Fundamentalisten verbündet ist, will die Zwangsvertreibung der Exiliraner durchsetzen und schreckt dabei auch vor militärischer Gewalt nicht zurück.

April 2011: Frauen in Ashraf versuchen, die militärische Besetzung von Ashraf zu verhindern.
In Ashraf forderten zwei Angriffe des irakischen Militärs fast 50 Tote und Hunderte Verletzte unter den unbewaffneten Zivilisten. Im April 2011 griffen Soldaten die wehrlosen Exiliraner mit Maschinengewehren und Handgranaten an. 36 Menschen starben, darunter acht Frauen.

Opfer der militärischen Angriffe auf die iranischen Asylsuchenden in Ashraf
mehr zum Massaker in Ashraf im April 2011
Camp Liberty: Gefangenenlager für iranische Oppositionelle
Camp Liberty steht unter der Kontrolle des irakischen Militärs. Dort werden die Exiliraner unter Verletzung der Menschenrechte und des Völkerrechts wie Gefangene festgehalten. Die Flüchtlinge sind militärischer Willkür und Repressalien ausgesetzt. Die irakische Regierung versucht, sie durch Menschenrechtsverletzungen zu zermürben. Die Zustände in Camp Liberty sind menschenunwürdig und verletzen die internationalen humanitären Bestimmungen, die für Flüchtlingslager gelten.

Das ehemalige US-Militärlager Camp Liberty bei Bagdad
Die Exiliraner in Camp Liberty sind politische Flüchtlinge, die von der UNO als Asylsuchende anerkannt wurden. Sie haben nach dem internationalen Recht den Anspruch auf Schutz und humanitäre Hilfe. Außerdem wurde ihnen entsprechend dem Vierten Genfer Abkommen der Status als "völkerrechtlich geschützte Personen" zuerkannt. Somit ist die internationale Gemeinschaft zu ihrem Schutz verpflichtet.
Iran: Rufmordkampagnen, Sippenhaft und drohende Hinrichtungen
Die Asylsuchenden in Camp Liberty sind in ständiger Gefahr, in den Iran deportiert zu werden. Die Teheraner Diktatur will die Opposition zum Schweigen bringen und betreibt Rufmordkampagnen, um die Exiliraner als Terroristen zu diffamieren und dadurch selbst humanitäre Hilfsmaßnahmen zu verhindern.
Im Iran werden immer wieder Familienangehörige der in Camp Liberty lebenden Regimegegner in Sippenhaft genommen. Viele wurden allein wegen ihrer Familienkontakte zu den Exiliranern zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Andere wurden sogar zum Tode verurteilt und sind in akuter Hinrichtungsgefahr.
Internationale Kampagne: Schutz und Menschenrechte für die iranischen Asylsuchenden im Irak
Dokumentarvideo vom Raketenangriff am 29.04.2013: Die Asylsuchenden in Camp Liberty sind Terroranschlägen schutzlos ausgeliefert.
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Alejo Vidal-Quadras: "Sowohl aus humanitärer als auch aus politischer Perspektive in diesem labilen Teil der Welt ist es ein dringendes und vitales Anliegen, etwas zum Schutz der iranischen Oppositionellen in Camp Liberty zu unternehmen."
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"Wir beobachten die Lage in Camp Liberty, wo auch die geringsten Sicherheitsstandards fehlen, mit anhaltender Sorge, denn beim nächsten Angriff werden noch mehr schutzlose Flüchtlinge ihr Leben verlieren."
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Ileana Ros-Lehtinen rief den Irak und die UNO auf, ihrer Verpflichtung zum Schutz der iranischen Oppositionellen nachzukommen und dafür zu sorgen, dass die Flüchtlinge in Sicherheit gebracht werden.
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Menschenrechtler und Sicherheitsexperten warnen vor weiteren Anschlägen auf die iranischen Oppositionellen und fordern die Evakuierung des Lagers Camp Liberty.
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Seit der Irak die medizinische Versorgung der iranischen Asylsuchenden vorsätzlich behindert, starben bereits 14 der Flüchtlinge, deren Rettung mit ausreichender ärztlicher Hilfe möglich gewesen wäre.
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Bernd Häusler: "Die iranischen Oppositionellen in Ashraf und Camp Liberty sind Opfer von Völkerrechtsstraftaten wie der Vertreibung, Ausrottung und Plünderung"
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Mohammad Hossein Barzmehri musste sterben, weil die medizinische Versorgung der Asylsuchenden in Camp Liberty behindert wird. 900 Bewohner des Lagers sind an Infektionskrankheiten erkrankt. Die Behinderung medizinischer Hilfe stellt eine vorsätzliche Repressalie gegen die Exiliraner dar.
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Günter Verheugen, Experte für Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik, ehem. EU-Kommissar und Vizepräsident der EU-Kommission, hat in einem Interview mit heute.de auf die Lage der mehr als 3000 iranischen Asylsuchenden in Camp Liberty im Irak aufmerksam gemacht, die sich dramatisch verschlechtert. Er bezeichnete zwei Dinge als vordringlich: volle Sicherheit für die Bewohner des Camp Liberty, garantiert durch die UNO, sowie die schnelle Ausreise aller in sichere Drittstaaten.
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Informationsveranstaltung in Berlin: Menschenrechtler und Sicherheitsexperten fordern umgehende Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung für die Exiliraner in Camp Liberty im Irak
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